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WooCommerce WordPress wpShopGermany

Mit WordPress einen Shop erstellen

WooCommerce vs wpShopGermany
Zwei Plugins, um mit WordPress einen Shop zu erstellen: WooCommerce und wpShopGermany

Wie erstelle ich mit WordPress einen Shop? Die typische Ausgangslage kleiner Startups:

  • Du bist solo-selbständig oder hast ein kleines Familienteam.
  • Du hast dich für WordPress entschieden, weil dein Blog schon damit läuft.
  • Du schwankst zwischen WooCommerce und wpShopGermany.
  • Du verfügst über ein geringes Startkapital.
  • Du bist selbst Produkt-Hersteller oder hast eine relativ geringe Anzahl an Produkten.
  • Deine WordPress-Kenntnisse sind mittelmäßig.

Deine Anforderungen:

  • Du möchtest nicht HTML, CSS und PHP lernen, sondern intuitiv designen.
  • Shop, statische Seiten und Blog sollen gut harmonieren.
  • Das Theme soll auch mit WordPress 5 und dem Gutenberg-Editor problemlos laufen.
  • Du benötigst einen Support ohne Fachchinesisch

Wie du deinen Webshop stressfrei startest:

Kaufmann und Kauffrau im E-Commerce
Ein wenig Werbung in Bernd Schmitts eigener Sache: Kaufmann und Kauffrau im E-Commerce.

Für einen Shop ist die Theme-Wahl besonders wichtig. Auf keinen Fall ein aufgeblähtes Theme nehmen, kein Pagebuilder-Theme, nix von Envato! Kurz vor WordPress 5.0 (mit Gutenberg-Editor) ist es am besten, ein Theme zu nehmen, das sich schnell wieder rauswerfen lässt. Das Geniale an WordPress ist ja die Möglichkeit, mit einem Themewechsel in ein paar Sekunden die Optik zu ändern.

Mit diesen soliden Kombinationen aus Shop-Plugin und Theme kannst du wenig falsch machen:

Tipp: Die Anbieter nicht kreuzen, sondern bei EINEM Hersteller bleiben. 😉

Sofort SSL-Verschlüsselung verwenden:

Betrieben deinen Shop mit einer SSL-Verschlüsselung, also auf einer HTTPS – Domain. Die Gründe:

  • Höhere Sicherheit
  • Besseres Ranking bei Google
  • Nach der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) gesetzlich vorgeschrieben, sobald du ein Kontaktformular einsetzt – und natürlich auch für die Übertragung von Bestellungen in einem Shop
  • Stripe und das Amazon-Pay-Plugin für WooCommerce funktionieren nicht ohne SSL-Verschlüsselung
  • Viele Browser warnen vor nichtverschlüsselten Seiten mit dem Hinweis „Diese Seite ist nicht sicher“

Fazit: Kein Onlineshop ohne SSL!

16 Antworten auf „Mit WordPress einen Shop erstellen“

Hallo Bernd,
sehr schönes Bild 🙂 zu diesem Thema.
Ich bin grundsätzlich fan von wpshopgermany und habe mich mit dem ThemeOne „abgemüht“. Man muss es schon am besten so nehmen wie es ist. Bereits eine Schrift oder Schriftgrößenänderung verursacht Probleme und ohne CSS Kenntnisse kann ich es leider nicht empfehlen. Bzw. man muss dann Geld in den Support investieren.
Hast Du vielleicht Kenntniss über Shops die mit wpshopgermany laufen? Ich würde gern mal sehen was Andere daraus so gemacht haben. Nach vielen Arbeit-Versuchsstunden frage ich mich nun ob es nun nicht doch (leider) WooCommerce werden sollte.
Viele Grüße
Gabriele

Hallo Gabriele, ich habe ein paar Interviews mit wpShopGermany-Händlern geführt:
Stratoflights
Bavarian Highlands
Yogaya
Loopkeramik

Lies dir die Interviews mal durch und lass dir Zeit bei der Entscheidung. Ganz ohne Budget wirst du auch bei WooCommerce nicht auskommen. Aber beide Lösungen sind billiger und besser als alle anderen Shopsysteme. Mit WordPress hat du den Blog auf derselben URL, und das ist für kleine Shops der Punkt. Der Blog schafft den Traffic herbei..
Grüße,
Bernd Schmitt

Hallo Bernd,
ich hege weiterhin Sympathie für M1 :-).
Zu den Bespielen: Layout (Theme) muss ja jeder selber wissen ob die Präsentation stimmig ist. Was den Shop betrifft ist für meinen Bedarf keiner der vier Shops kunden- bzw. bedienerfreundlich und könnte als positives Beispiel Mut machen. Leider.
Ich habe schon eine Weile gewartet 🙂 … ShopThemeOne – Update Shop auf 4.0 (ob es auf den Interview-Beispielseiten wohl ein Update gegeben hat?) Auch sind schon einige Support-Tickets gelaufen, u.a. um die Einstellung überprüfen zu lassen. Dabei sind auch Bugs ent-/aufgedeckt worden.
Ich habe den Eindruck, das auch nach all den Jahren, das Shopsystem eigentlich für so normale User wie mich, mit dem Wunsch nach einem optisch ansprechen und intuitiv zu bedienenden Shop, noch nicht marktfähig ist. Wer also mit wpshopgermany arbeiten möchte (und nicht programieren kann) muss sich professionelle Hilfe holen. Entweder über den M1-Support (denn das Forum langt da leider nicht für alles) oder extern – wenn man denn Jemanden finden kann, der sich in das System bereits eingearbeitet hat.
Wenn ich das richtig sehe, ist die Seite Will & Ruby mit dem Bakery pagebuilder gebaut.
Tja, die Katze beisst sich in den Schwanz.
Hier noch ein interessanter Artikel wo’s so hingeht und was wohl mit im Auge zu behalten ist: https://t3n.de/news/vergesst-desktop-4-tipps-fuer-905138/
Mal sehen wo und wann ich landen werde. Ich finde es weiterhin schwierig.
Viele Grüße
Gabriele

Hallo Gabriele,
das ist ja schon eine recht harte Kritik an wpShopGermany. Fairerweise muss man sagen, dass auch WooCommerce-Shops selten ohne Support aufgesetzt und betrieben werden. Mal liegt es an WooCommerce selbst, mal an Plugins.. und der Support?

Antwortbeispiele aus meiner Praxis: Fügen Sie einen „kleinen Code in die config.php“ ein, „passen Sie die Verzeichnisrechte an“. Dazu werden Links auf den WordPress-Codex oder auf andere englische Quellen verschickt. Der normale Händler will aber Waren verkaufen und nicht programmieren. Der normale Händler will mit HTML, CSS und PHP nichts zu schaffen haben.. und schon gar nicht Dateirechte ändern (das ist gefährlich).

Ein WordPress-Shop hat seine Tücken, ja. Und du brauchst bezahlten Support. Auch ja.

Aber dann stellt sich die Frage nach Alternativen. Bei Magento kommst du vom Regen in die Traufe, bei anderen kostengünstigen Lösungen hast du keine perfekte Integration von Shop, Blog und CMS.
Bleiben noch die richtig teuren Shoplösungen, die nicht unbedingt besser sein müssen. Was ich dir rate, als jemand, der schon viele Shops hat laufen (und sterben) sehen:
– Versuche, 90 % deiner Vorstellungen umzusetzen, aber nicht 100 %.
– Kein Pagebuilder-Theme kurz vor WordPress 5.0 einsetzen.
– An Support immer nur eine konkrete Frage stellen.
– Dranbleiben, WordPress ist das bezahlbare Shopsystem für kleine und mittlere Unternehmen.
Liebe Grüße,
Bernd Schmitt
PS: Extra-Tipp falls du auch einen stationären Laden betreibst: Tablet anschaffen & die Shopsite im Laden verfügbar machen…

Guten Morgen Bernd,

vielen Dank für die Erfahrungswerte, das hilft mir wirklich sehr. Ich hatte sowas in die Richtung befürchtet und bleibe also dran, da wo ich angefangen habe.Diese Entscheidung hatte ja durchaus seine Gründe.

Die „harte“ Kritik betrifft also möglicherweise nicht nur wpshopgermany (übrigens sehr freundlicher Support bei M1), sondern ist wohl eher ein generelles Problem auf dem Webshop-Markt. Wer ist Zielgruppe und kann der Kunde/die Kundin mit dem Angebot arbeiten. Da kämpft dann letztendlich jeder mit dem gleichen Problem, egal in welcher Branche. Was will/braucht der Kunde? Und wenn ich das liefere, kann ich dann auch Geld verdienen? Das ist ja nicht unwichtig :-).

Der normale Klein-Händler ist ja ein Tausendsassa und macht überwiegend alles selbst – selbst und ständig. Muss also auch mit jedem neuen Projekt dazu lernen. Ein Online-Shop in Eigenregie aufzubauen ist ein Großprojekt und braucht wirklich Zeit und Lernbereitschaft. Denn es ist ja nicht nur die Shop-Technik die verstanden werden will. Nicht zu vergessen ist die Produktfotografie, die Bildbearbeitung, die für’s web auch passend aufbereitet werden muss usw. und unser deutsches Recht, also der Eigenschutz vor Abmahnungen. Das wird sich übrigens hoffentlich, vermutlich 2019, ändern, denn ein neuer Gesetzesentwurf ist in Arbeit.
Dass ich da z.B. Zalando u.ä. keine Konkurrenz machen kann (und besser auch nicht will) ist mir klar.

Vielleicht liegt bei meinen Verzweiflungsattaken der Hase auch in einem ganz anderen Pfeffer begraben. Als ich mit WordPress gestartet bin fiel mir auf, dass ich mich in eine „männliche Welt“ begebe. Und ich muss hier was zusammenbringen, was mir schwer fällt. Darauf habe ich mich, halb sehend, halb blind, eingelassen. Letztendlich, wenn man sich mit der Gesamtthematik auseinandersetzt und z.B. auch mit Baukästen Erfahrungen gemacht hat, landet man irgendwann dort. Deshalb der Start mit dem eigenen Shop halt gleich mit WordPress.

Ich ticke weiblich, mit männlichen Anteilen, sonst gebe es mich auf dem Markt ja nicht 🙂 und entwickle einen Webshop (überwiegend) für Frauen. Nicht für die mehr ganz Jungen (obwohl die auch bei mir einkaufen kommen :-)), die mit Technik aufwachsen. Intuitive Bedienerfreundlichkeit ist also ein Muss. Genderausrichtung ist ja im Webshop-Bereich Thema geworden und mit Recht, finde ich. Frau kauft auch im Laden anders ein als Mann. Ich will es also, ausgerichtet auf meine Kundinnen, so perfekt wie möglich. Da ist vielleicht der Knackpunkt, dass es halt kein WordPress Shopsystem gibt (ohne große Investitionen bzw. feste Anbindung an einen Betreiber), was auf diese Ansprüche – sind es wirklich welche? ausgerichtet ist.
Ich denke, dass ich nichts Besonderes will. Angenehme, gut lesbare Schrift, Angaben übersichtlich untereinander, man muss z.B. zurück auf eine Übersichtseite gehen können, sich etwas auf merken legen bzw. vergleichen können (zur Not halt behelfsmäßig im Warenkorb :-)), sicheres Einkaufen, ein allgemeines Bewertungssystem. Das muss doch zu schaffen sein. Ich denke, dass wird es auch. Was (sicherlich nicht nur) mir wichtig ist muss dann vielleicht wirklich von den Fachleuten programmiert werden, bis es dann irgendwann auf dem Markt „DAS“ Angebot gibt oder es aber nur noch die Großen geben wird. Angeblich reguliert sich ja der Markt selber (was ich so nicht glauben will, sonst hätte ich gar nicht erst anfangen brauchen). Es wäre doch wirklich schade, wenn wir, wie auf den großen Einkaufsstraßen der Welt, nur noch in den gleichen Läden einkaufen gehen können.

„Am Ende wird alles gut! Und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.“ soll Oskar Wilde mal gesagt haben. In diesem Sinne also: heiter, weiter und nochmal herzlichen Dank, auch für die Tipps.

Viele Grüße
Gabriele

Hallo Gabriele,
da sprichts du eine Menge Punkte an, die ich als langjähriger WordPress-Anwender gar nicht mehr auf dem Schirm habe.. irgendwann geht einem die Technik in Fleisch und Blut über, und dann ist man so weit drin, dass einem der Abstand zum/r Normalanwender*in gar nicht mehr auffällt. Bei mir sind es jetzt 10 Jahre, und da ist dann ein Shop kein Großprojekt mehr, weil das Drumherum schon steht..

Was mich immer wieder auf den Boden holt, ist die WordPress-Community, eine Mischung aus blutigen Anfängern und Nerds im Endstadium… falls du irgendwo in der Nähe eines WordPress-Meetups wohnst, kann ich dir einen Besuch nur empfehlen. Ich habe in diesem Rahmen viel gelernt, weitergegeben und auch beruflich nützliche Kontakte geknüpft. Letzteres sollte zwar nicht das Hauptmotiv sein, aber es ist auch kein Tabu… es verdienen dort ja viele ihre Brötchen mit WordPress..
Liebe Grüße,
Bernd Schmitt
PS: Für die einfache Bildbearbeitung empfehle ich die kostenlose Version von Photofiltre
2. PS: Bis gespannt, welche Produkte du in deinem Shop anbietest.. kannst es ja mal verraten, wenn du fertig bist…

Hallo Bernd,

ich arbeite mit Gimp, gucke mir aber Photofiltre sehr gern an. Danke dafür.
.. und ja, ich melde mich auch öffentlich wieder 🙂

Viele Grüße
Gabriele

Alles klar, wenn du dich eingearbeitet hast, dann bleib bei GIMP.. hat bessere Schriftarten (die sind bei PhotoFiltre bescheiden) und dann doch Ebenen und andere „Photoshop“-Features…
LG Bernd

Hallo Bernd,

wie ich bei Matomo sehen kann, geht ab und an über Deine Seite bei mir mal jemand gucken. Das freut mich! Auch wenn es wohl um den Shop selber geht und daraus keine Kunden werden ;-). Wen es also interessiert: gebaut ist der Shop mit Spacious Pro, einigen PlugIns plus wpShopGermany und eigenen CSS-Änderungen.
wpShopGermany arbeitet fleißig, es wurden bugfixes gemacht und sie sind am Ball. Das Forum funktioniert überwiegend hervorragend (und man kann auch nach Themen suchen und daraus dann ableiten was man selber brauchen kann) oder natürlich auch den Support in Anspruch nehmen. Ich bin also nun doch froh, dass ich dabei geblieben bin :-).
An der VHS Berlin-Kreuzberg wird es im April einen WP Shop Einsteigerkurs geben. Und etwas später einen Kurs, um einen Shop mit wpShopGermany gemeinsam einzurichten. Mal sehen was sich daraus entwickeln wird.
Ich halte ein WP Shop-Projekt weiterhin für ein „Großprojekt“. Irgendwann wird es natürlich weniger Arbeit, allerdings nehme ich auch alles an Cyberkriminalität mit, was das Netz so zu bieten hat. Die letzte Attacke ging über mein Kontaktformular und bescherte mir hunderte von russischen E-Mails, die im Sekundentakt eingingen. Nun habe ich kein Kontaktformular mehr, sondern ein Foto mit meinen Angaben hinterlegt und dazu das Stop Spammers Plugin (was man natürlich entsprechend einrichten muss, damit es seine Arbeit richtig machen kann). Plus mein Impressum „versteckt“, so dass Google es nicht mehr trackt. Und gepflegt werden, will das Projekt natürlich auch… .

Sonnige Grüße aus Berlin
Gabriele

Hallo Gabriele,
vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht. Eine Tipp hab ich noch, um das Einsaugen von Pflichtseiten (Impressum, Datenschutz, Widerruf) bei Google zu verhindern, nämlich das Plugin Yoast (kostenlose Version genügt). Damit kannst du bestimmte Seiten von der Erfassung durch die Suchmaschinen ausschließen.
Viele Grüße,
Bernd Schmitt

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