20 SEO-Tricks für Google

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Bild: Ryan McGuire / Gratisography

Ein Einsiedler bleibt, wer bei Google nicht auf der ersten Seite gefunden wird. Was tun, um bekannt zu werden? Entweder viel Geld für Google AdWords bezahlen, oder selbst aktiv werden. Mit diesen 20 Tricks bringst du dein Projekt im Ranking nach vorne:

Die SEO-Positivliste

Guter Content

Biete guten und individuellen Content. Schreibe in erster Linie nicht für Google, sondern für deine Leser. Weil deine Leser wenig Zeit haben: Setze ab und zu auch eine Infografik ein. Die Vorteile:

  • Grafiken lockern einen Text auf
  • Grafiken vermitteln komplexe Zusammenhänge schneller als Worte
  • Grafiken werdne gerne auf Social Media Netzwerken geteilt

Neue Beiträge

Versorge deine Website regelmäßig mit neuen Beiträgen. Tipp: In WordPress kannst du Beiträge auf Vorrat schreiben und zu einem bestimmten Datum veröffentlichen.
Suche nach Trends, die zu deinem Thema passen. Halte die Nase in den Wind und berichte heute über das, was morgen wichtig ist! Verfasse deine Beiträge früher als die Konkurrenz.

Vernetzung

Allein machen sie dich ein, vernetze dich mit anderen: über gegenseitiges Verlinken, Gastbeiträge und Interviews!

Unterschiedliche Rankingfaktoren beachten

Google schraubt ständig am Suchalgorithmus. Dauerhaften Erfolg erzielst du mit der Optimierung unterschiedlicher Rankingfaktoren, zu den wichtigsten gehören Keywords, Backlinks, Bilder, Ladezeit, Responisbility und die Verweildauer deiner Besucher. Hab verschiedene Ebenen im Blick, denn Google lässt über 200 Faktoren in das Ranking einfließen.

Synonyme verwenden

Verwende Synonyme in deinen Beiträgen und Produktbeschreibungen. Beispiel: Schreib nicht dreimal „Hochzeitskleid“, sondern „Hochzeitskleid“, „Brautkleid“ und „Weißes Kleid“.

Googlefreundliche Menüs

Gute und aussagekräftige Menüs sind Pflicht. Mit Menüpunkten wie „Info“ oder „Einführung“ kann Google wenig anfangen. Verwende konkrete Begriffe, die zu deinen Produkten passen.

Kostenlos einstreuen

Streue ab und zu „kostenlos“, „günstig“ oder „Vergleich“ in deine Texte ein. Viele Leute kombinieren ihre Produktsuche mit solchen Begriffen.

Yoast installieren

Installiere das WordPress-Plugin Yoast. Mit Yoast hast du die wichtigesten Rankingfaktoren schnell im Blick und kannst bequem für jeden Beitrag und jede Seite die Description ändern, den kleinen Text, der auf den Ergebnisseiten von Google unter den URLs angezeigt wird. Hier siehst du ein Beispiel für eine Yoast-Description.

Responsives Theme verwenden

Achte darauf, dass deine Website auch auf Tablets und Smartphones einen guten Eindruck hinterlässt. Mit einem neueren WordPress-Themes ist das in der Regel kein Problem! Verwende dieses Tool für den Mobile Check.

Nischenthema besetzen

Bleib thematisch in einer Nische! Schreib nicht gleichzeitig über Punkrock und Hautcreme. Du bist aber für beides Experte? In Ordnung, dann betreibe zwei separate Projekte!

Googlefreundliche Überschriften

Benutze aussagekräftige Überschriften und Zwischenüberschriften. Mach deine Leser neugierig! Was immer geht: „5 Tipps, um…“. Benutze ab und zu Überschriften in Frageform, denn viele User geben auch bei Google Fragen ein. Beispiel: „Wie bringe ich meine Website bei Google nach oben?“

Kurze Ladezeiten für Bilder und CSS

CSS minimieren

Minimiere die Größe deiner Bilddateien. Alles über 100 KB ist für ein einzelnes Bild zu groß. Die CSS-Datei ist zwar nicht sehr groß, aber sie wird sehr oft geladen –  von jedem Besucher! So verkleinerst du dein Stylesheet: CSS-Minimierung.

Caching-Plugin

Nutze Browser Caching, um die Ladezeit der Website zu beschleunigen. Aber nicht dieses Plugin. Achtung: Für die Funktionsseiten in einem Onlineshop muss das Caching deaktiviert werden!

Tracking und Analyse

Verwende ein Analyse- oder Trackingtool, um deine Site zu beobachten. Du brauchst nicht zwingend Piwik, Google Analytics oder die Google Search Console. Für den Anfang genügt ein WordPress-Plugin wie WP Statistic.

Interne Links – Keywords als Ankertexte

Hast du schon einmal überlegt, warum die Wikipedia bei Google so beliebt ist? Der Erfolg ist u.a. der Masse und Qualität der internen Links zu verdanken. Die Ankertexte der Links sind dabei sehr aussagekräftig. Nimm dir daran eine Beispiel, und hinterlege einen Link nicht mit der Phrase hier weitere Informationen, sondern einem Keyword

PS: Vermeide tote Links. Lass deine Website vom WP Broken Links Status Checker scannen und leite umgezogene Seiten mit einem Redirect 301 weiter!

Backlinks aufbauen

Backlinks zählen zu den wichtigsten Rankingfaktoren! Google stuft deine Seite dann als besonders wichtig eine, wenn andere darauf verlinken. Dabei zählt allerdings nicht jeder Backlink gleich! Ein Backlink von einer wichtigen Seite, zum Beispiel der Wikipedia, ist höherwertig als ein Link von irgendeiner Miniseite oder einer typischen Linkschleuder der Marke „hier kostenlos Backlink eintragen“. Zu viele minderwertige Backlinks können deinem Ranking sogar schaden.

Baue Backlinks von hochwertigen und thematisch ähnlichen Seiten auf. Hinterlasse Kommentare auf Foren oder Blogs und Ratgeberseiten. Wichtig: Die Qualität der Quellseiten! Wenn du keine Idee hast, beginne bei gutefrage.net. Suche nach Fragen, die du kompetent beantworten kannst. Mit einem Link staubst du ein paar Besucher ab und bringst Google auf den richtigen Weg. Auch ein passender Kommentar auf onlineshop-DIY bringt dir Traffic. 😉

Beiträge auf Facebook streuen

Nutze Facebook, Twitter und andere Social Media Dienste, um Traffic auf deine Site zu ziehen. Tipp: Mit Jetpack kannst du deine Beiträge live in Social Media Netzwerke streuen.

XML-Sitemap erstellen

Mit dem Plugin Yoast lässt sich eine XML-Sitemap erstellen lassen, sie unterstützt Google bei der Indexierung deiner Seiten.

Kreativ sein

Halte Dich nicht sklavisch an alle SEO-Tipps, sondern probiere selbst ein paar Sachen aus! Die Rankingfaktoren der Suchmaschinen ändern sich. Mit Glück triffst du beim nächsten Google-Update den Trend.

Onlineshops mit WordPress

Onlineshops mit WordPress – das Buch ist da!

Verweildauer der Besucher erhöhen

Hier kommt der Tipp Nummer Zwanzig: Die durchschnittliche Verweildauer auf deiner Website erhöhst du am besten mit einem Related Posts-Plugin. Und das sind die größten SEO-Katastrophen:

Die SEO-Negativliste

  1. Viele qualitativ minderwertige Backlinks, hier droht eine Google-Penalty!
  2. Unnatürliche Anhäufung von Keywords, auch das sieht Google nicht gern.
  3. Cloaking, also das Setzen von versteckten Keywords, zum Beispiel in weißer Schrift auf weißem Grund.
  4. Kopierte oder automatisch generierte Inhalte.
  5. Beiträge mit nur sehr wenig Text, bei dem die Besucher schnell wieder abspringen, also „Thin Content“. Schreibe gehaltvolle Beiträge oder lass es ganz bleiben!
  6. Wirre Texte, die den Besucher zum schnellen Abspringen veranlassen.
  7. Spam in den Kommentaren. Dagegen hilft Antispam Bee!
  8. Große Bilddateien, die den Aufbau der Seite verlangsamen. Faustregel: Bilder um die 50kB sind gut, Bilder ab 100 kb (=0,1MB) sind schon zu groß!
  9. Brückenseiten, also Seiten mit wenig Content, die auf die eigentliche Zielseite verweisen.

Die SEO-Motivationslinks

Schau ab und zu mal auf diese Seiten, um deinen SEO-Fortschritt zu überprüfen.

Keywords

Keywords von onlineshop-diy.de

PS: Hilfreich ist die Keywordanalyse von Seitenreport! Die Ergebnisliste zeigt, mit welchen Keywords deine Website von Google wahrgenommen wird. Was du dagegen nicht auf die Goldwaage legen solltest, ist das völlig veraltete Social-Media-Tool von Seitwert.de! Twitter und Pinterest fehlen hier, aber dafür werden Backlinks von einem Zombie mit einbezogen: Linkarena. Mal ehrlich, kennt oder nutzt noch jemand diese Bookmarking-Dienste?

SEO ist billiger als SEA

Statt auf Suchmaschinenoptimierung (SEO) kannst du auch auf Suchmaschinenwerbung (SEA) setzen – aber nur wenn du das nötige Kleingeld hast. Mit Google AdWords wird deine Seite zwar, gekennzeichnt als Anzeige, gut sichtbar platziert, aber du bezahlst dann pro Klick des Besuchers! Weil Google die Keywords versteigert, musst du deine Konkurrenten überbieten, um einen guten Anzeigenplatz zu erhalten. In einem engen Marktumfeld kostet dich eine einzelner Klick leicht über 1 Euro, unabhängig davon, ob der Besucher dann auch etwas bei dir einkauft.

SEO vs SEA-Rechnung:

Dein Ziel ist 100 Besucher pro Tag zu erhalten.

  • Kosten über Google AdWords: 1 Euro pro Klick, 100 Euro pro Tag, 30.000 Euro im Monat an Google bezahlen.
  • Kosten über die organische Suche: Viele gute Beiträge schreiben. Vernünftiges SEO betreiben. Null Euro im Monat an Google bezahlen.

DMOZ ist tot

Ebenfalls völlig unbedeutend ist die Frage, eine Website im „moderierten deutschen Verzeichnis DMOZ“ gelistet ist, denn die Moderatoren scheinen den Überblick verloren zu haben. Da wird fröhlich auf allerlei Seiten dieser Art verlinkt:

  • Abgeschaltete Seiten
  • Projekte, die zum Verkauf stehen
  • Nicht mehr gepflegte Wikipedia-Seiten

Warum es trotzdem so viele SEO-Bücher gibt, die den Eintrag bei DMOZ total wichtig finden? Es gehört zu den großen Rätseln der SEO-Spähre.

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8 Gedanken zu „20 SEO-Tricks für Google

  1. Die Tips sind schon recht, aber auch nicht gerade neu. Ich hab das Gefühl, das sich SEO allmählich ausgelutscht hat. Die Seiten sind immer ähnlicher, Social Media machen alle, und jeder WP-Blog läuft heute mit Yoast, Jetpack und Google Analytics. Die spannendere Frage ist, wie der immer hektischere Besucher auf dem Blog bleibt. Eine längere Verweildauer ist jedenfalls ein Rankingfaktor, der mit tollen Überschriften nicht so einfach hinzubiegen ist. Was bieten hier z.B. Video und Podcast an meßbaren Ergebnissen?

  2. Hallo Kanufahrer,
    Google Analytics habe ich nicht empfohlen, man kann es machen, aber Statistik-Plugins und Piwik genügen auch, oder die Google Search Console.
    Zu den anderen Kritikpunkten: Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Originalität! Es sind einfach die Basics, die beachtet werden wollen.
    Video- und Audio bringen sicherlich SEO-Vorteile, aber sind auch aufwändiger zu erstellen als reiner Text. Es ist letztlich eine Frage von Zeit und Knowhow. Für ein halbwegs professionelles Video sind Adobe Premiere und After Effects ein guter Ansatz, aber diese Programme wollen auch erstmal verstanden werden. Der Laie bekommt vielleicht den Schnitt mit Trial und Error hin, aber beim Ausspielen wirds schon schwierig. Was hat das 1080p25 zu bedeuten, welcher Codec ist der richtige? Ich hab auch schon erlebt, dass Leute ein unkompromiertes avi-Vidoe mit 120 GB hochladen wollten…
    Wenn du Videoprofi bist, dann hast du es da natürlich keine Probleme, sowas zu handeln.
    Grüße,
    Bernd
    PS: Punkt Nummer 20 hast du gelesen, oder?

    • Äh Hallo?? ich hab die Liste gut brauchen können!!! Wäre perfekt, wenn du dieses „Was hat das 1080p25 zu bedeuten, welcher Codec ist der richtige?“ auch gleich mitlieferst … ^^grins

      • Hallo Christina. Das 1080p25 mal schnell aufgeschlüsselt:

        • Auflösung 1920 x 1080 Pixel
        • p=Progressiv (also Vollbilder)
        • 25 Frames per Second (Bilder pro Sekunde)

        Der übliche Codec heißt für Youtube: H.264
        Soweit im Schnelldurchlauf, weitere Infos stehen hier. Zum Thema Youtube-Marketing mache ich irgendwann einen eigenen Beitrag. Hier geht es ja um SEO!

  3. Schöne Liste, aber das wichtigste ist immer noch guter Content und „Einmaligkeit“. Nur wenn du als Schreiber für ein Thema XY als Experte anerkannt bist, wirst du überhaupt von relevanten Seiten und Facebookgruppen verlinkt, wenn nicht, dann nicht! Die Krönung ist eine Verlinkung von der Wikipedia… deswegen ist es so wichtig, auf Qualität zu setzen und alte Artikel nochmal zu überarbeiten, Fehler auszubessern und mit Updates zu erweitern. SEO funktioniert nur über lange Sicht und hohe Artikel-Qualität.

    • Hallo Holger,
      natürlich steht der Inhalt an erster Stelle, aber … mit einem veralteten, nicht responsivem Theme oder für Google belanglosen Zwischenüberschriften verschenkt man ebenso Potenzial wie mit toten Links.
      Grüße,
      Bernd

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