Brauche ich für einen Onlineshop einen eigenen Server?

Eigener Server

Brauche ich für meine WordPress-Projekt einen eigenen Server, zum Beispiel für einen Shop auf der Basis von WooCommerce oder wpShopGermany? Diese Frage stellen sich nicht wenige Shopgründer, und die Provider locken mit günstigen Angeboten für Root- und Managed Server. Grund genug, die unterschiedlichen Servertypen mal unter die Lupe zu nehmen!

Was ist ein Server?

Zwischen einem normalen Computer und einem Server besteht in der Hardware kein Unterschied. Ein Computer ist dann ein Server, wenn Serverdienste auf ihm eingerichtet sind, und andere Computer (Clients) auf ihn zurückgreifen. Solche Clients sind zum Beispiel die Besucher einer Webseite. Typischen Servereinsätze sind Webserver, Lokaler LAMP und NAS-Server.

Webserver


Alle Webseiten sind auf Webservern gehostet, und die Computer dafür stehen zu 99% in den Rechenzentren der Provider. Wenn du normalen und günstigen Webspace buchst, das sogenannte Shared Hosting, teilst du dir einen Server mit beispielsweise 20 oder 50 anderen Seitenbetreibern. Für mehr Geld erhältst du einen dedizierten Server, also einen Rechner im Rack des Providers für dich alleine. Dann gibt es noch vServer-Angebote, bei denen ein Rechner künstlich so aufgeteilt wird, dass mehrere Kunden über einen root-Zugang verfügen. Wichtige Betriebssysteme für Webserver sind Debian, Ubuntu Server und CentOS.

Managed Server mieten

Beim Managed Server führt der Provider alle wichtigen Wartungs- und Sicherungsarbeiten aus. Du bist nicht ganz so flexibel, kannst dich aber in Sicherheitsfragen auf deinen Provider verlassen (hoffentlich).

Shared Server mieten

Shared Server heißt nicht Shared Hosting. Hier teilst du deine Hardware mit anderen, hast aber Root-Zugriff. Innerhalb deines Bereichs bist du flexibel und kannst die Servereinstellkungen anpassen. Wenn du einen Shared Server mietest, solltest du

  • dir des Risikos bewusst sein und
  • Kenntnisse angeignet und Erfahrungen gesammelt haben.

Root-Server mieten

Was für einen Shared-Server gilt, hat auch beim Root-Server Bestand: Volle Flexibilität bei vollem Risiko und voller Haftung, wenn dein Server gehackt wird. Der einzige Unterschied: Du hast einen eigenen Rechner, ganz für dich alleine. Der steht zwar immer noch bei deinem Provider, aber deine Performance leidet nicht, wenn andere zuviel Serverlast verschleißen.

Üben am lokaler LAMP-Server

Eine gute Vorübung für zukünftige Rootserver-Admins: WordPress auf einem heimischen LAMP-Server sichern und spiegeln. Es kann auch nicht schaden, einen NAS (Network Attaches Storage) aufzusetzen, also einen lokalen Server für den Heimbetrieb, der über einen Router auch über das Internet aufgerufen werden kann.

Server: Ja oder nein?

Zurück zur Ausgangsfrage. Einen eigenen Server benötigst du erst aber einer hohen Besucheranzahl in deinem Shop. Faustregel:

  • Wenn du pro Tag mehr als 500 Besucher hast, dann ziehe einen eigenen Server in Erwägung
  • Bei mehr als 5000 Besuchern pro Tag lohnt sich der eigene Server mit Sicherheit

Für Anfänger ist ein Managed Server besser als ein Rootserver, und letztendlich auch billiger. Wenn du nämlich als Rootserver-Admin Support benötigst, kann es richtig teuer werden!

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