Änderung der Kleinunternehmerregelung 2017

Kleine Maus fordert Bürokratieabbau
Die Änderung der Kleinunternehmer-Regelung wurde zurückgenommen.

Die Erhöhung der 17.500-Euro-Grenze für Kleinunternehmer wurde aus dem Bürokratie-Entlastungsgesetz herausgenommen. Geplant war eine Anhebung von 17.500 auf 20.000 Euro, doch selbst diese geringe Änderung war des Guten zuviel. Ein Beispiel hätte sich Deutschland an Österreich nehmen können. In der Alpenrepublik gilt seit Jahren eine kleinunternehmerfreundliche und transparente Regelung.


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Bernd Schmitt: Kaufmann und Kauffrau im E-Commerce. Das Handbuch für Ausbildung und Beruf. Vom Admin dieser Website 😉
  • Für Kleinunternehmer gilt eine Umsatzgrenze von 30.000 Euro jährlich.
  • Einmal in fünf Jahren darf die Grenze um max. 15% überschritten werden.

Als Kleinunternehmer selbständig sein und davon leben? Als Webdesigner, Shopbetreiber oder Plugin-Entwickler unabhängig sein? In Österreich geht das gut. Warum dieses Thema in Deutschland von keiner Partei aufgegriffen wird – ich verstehe es nicht. Von der Kleinunternehmer-Regelung profitieren Unternehmer und Finanzamt.

Vorteile für Kleinunternehmer

  • Die Kleinunternehmer stellen für ihre Leistungen keine Umsatzsteuer in Rechnung.
  • Die Kleinunternehmer führen keine Umsatzsteuer an das Finanzamt ab (und verzichten, was kein Vorteil ist, auf den Vorsteuerabzug).
  • Wenn der Kleinunternehmer an Endverbraucher liefert und wenig Vorsteuern anfallen, verbilligen sich seine Leistungen auf dem Markt.

Vorteile fürs Finanzamt

  • In der Praxis nimmt der Staat von Kleinunternehmen keine relevanten Summen ein.
  • Der Aufwand belastet die Finanzämter und hält sie von wichtigeren Aufgaben ab – der Eintreibung der Steuern von Großunternehmen, die sich über Schlupflöcher ihren Zahlungen entziehen.