WordPress manuell sichern

WordPress manuell sichern

WordPress manuell sichern

Ein gehacktes oder nach einem Update nicht mehr funktionierendes WordPress ist die ultimative Katastrophe. Wenn du gut schlafen willst, dann sichere deine komplette Installation, die Dateien und die Datenbank. Im Notfall kannst du das unversehrte WordPress wieder einspielen und bist nicht auf die kostenpflichtige Hilfe deines Providers angewiesen. In diesem Beitrag erkläre ich die manuelle Sicherung.

  • Vorteil 1 der manuellen Sicherung: Jedes Plugin belastet die Performance und bietet Hackern eine Angriffsmöglichkeit. Die manuelle Sicherung kommt ohne Plugin aus.
  • Vorteil 2 der manuellen Sicherung: Du brauchst dich nicht in ein Plugin einarbeiten.
  • Nachteil 1 der manuellen Sicherung: Etwas höherer Aufwand.
  • Nachteil 2 der manuellen Sicherung: Du brauchst Selbstdisziplin, um die Sicherungen auch regelmäßig durchzuführen.

Los geht es mit der Sicherung der Dateien via FTP.

Dateien sichern via FTP

WordPress sichern

WordPress sichern: die Dateien

Los geht es mit den Dateien. Verbinde ich mit deinem Server, entweder via FTP-Client deines Providers oder einem externen FTP-Client. Bekannte externe Clients sind FileZilla und die Firefox-Erweiterung FireFTP, beide kannst du auch im SFTP-Modus bestreiben. Aber Vorsicht: Manche Provider lassen FireFTP nicht zu! Steht die Verbindung zwischen Rechner und Server? Dann gehst du so vor:

  1. Den Ordner auf dem Server heraussuchen, der deine WordPress-Installation enthält.
  2. Den ganzen Ordner in einem Rutsch vom Server auf deinen Computer herunterladen. Warum den ganzen Ordner? Weil damit auf jeden Fall auch versteckte .htaccess-Dateien heruntergeladen werden.

Die Hälfte ist geschafft, die Dateien sind gesichert. Jetzt fehlt noch die Datenbank.

Datenbankverwaltung im Kundencenter

Datenbank herunterladen

Datenbank herunterladen

Weiter geht es mit der Sicherung der Datenbank. Log dich im Kundencenter deines Providers ein und rufe die Datenbankverwaltung auf. Klicke auf die WordPress-Datenbank.

In phpMyAdmin einloggen

phyMyAdmin

phyMyAdmin

Über das Kundencenter gelangst du zu phpMyAdmin. Bei manchen Providern musst du  jetzt den Benutzernamen und das Passwort deiner Datenbank eingeben. Falls du die Daten nicht im Kundencenter einsehen kannst: Sie stehen sich auch in deiner Konfigurationsdatei, der config.php. Diese Datei kannst du per FTP herunterladen, lokal öffnen und dann alle Zugangsdaten einsehen.

Datenbank auswählen

Datenbank anwählen

Datenbank anwählen

Jetzt wählst du im linken Fenster deine Datenbank an. Information Schema hat nichts zu bedeuten, das benötigt phpMyAdmin nur für interne Zwecke. Im rechten Fenster gehts du auf Exportieren.

Datenbank exportieren

Datenbank exportieren

Datenbank exportieren

Bei den Exporteinstellungen wählst du schnell, dann kannst du nichts verstellen. Das Format SQL lässt du unverändert. Klick dann unten auf OK.

Dateigrößen-Check

Dateigröße checken

Dateigröße checken

Beim Download checkst du nochmal die Endung und die Dateigröße

  • Endung deiner Datenbank-Datei: .sql
  • Die Dateigröße ist natürlich von der Anzahl der Beiträge abhängig. Ca. 10 MB sind es bei 100 bis 200 Beiträgen. Achtung: Solltest du nur 50 kB heruntergeladen, dann ist da was schief gelaufen!

Dateien und Datenbank archivieren

Backup archivieren

Backup archivieren

Jetzt liegen die MySQL-Datenbank im Downloadordner und deine WordPress-Dateien dort, wo du sie abgelegt hast. Am besten verschiebst du beides in einen neuen Ordner und nennst ihn WordPress-2018-Monat. Folgendes ist da drin und wird hoffentlich nie gebraucht:

  • Der WordPress-Dateiordner mit allen Dateien
  • Die WordPress-Datenbank

Einzelne Dateien aus der manuellen Sicherung zurückspielen

Vorteil der manuellen Sicherung gegenüber allen automatisierten Backups: Du hast jederzeit einen schnellen Zugriff auf einzelne WordPress-Dateien. Ich hatte in diesem Blog auch schon meine functions.php mit ein paar Experimenten zerschossen. 😉 Repariert habe ich das Theme mit einem schnellen Upload der unversehrten functions.php – von der lokalen Sicherung in den Theme-Ordner auf dem Server. Die beschädigte functions.php wurde überschrieben, das Problem gelöst! Siehe hierzu auch diesen Beitrag zu zerschossenen Themes.

7 Gedanken zu „WordPress manuell sichern

  1. Bin Newbie Obacht 😉 Wie komme ich ins myadmin?? Bin bei Strato Paket Powerweb basic. tippe mit einen Wolf für die Zugangsdaten? Muss ich das Masterpasswort eingeben? Bin ich zu blöd? Hilfeeee…

    • Hm, bei Strato muss du dich eigentlich nicht ins phpmyadmin mit Name und PW einloggen.. du wühlst dich nur im Kundencenter durch und bis dann schon da: phpmyadmin
      Probier mal irgendwas unter Datenbanken.. Datenbankverwaltung…
      Zur Not kriegst du deine Daten auch über die Konfogurationsdatei heraus (wie im Beitrag beschreiben, via PHP)… aber wie gesagt, das ist bei Strato eigentlich nicht nötig.
      Grüße,
      Bernd Schmitt
      PS: Nehme an, du hast ein ordentlich langes und sicheres Passwort!

    • Quick Export! Bei Custom Export kannst du alle möglichen Parameter einstellen, aber im schlimmsten Fall lässt sich die Datenbank dann nicht mehr importieren.

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