Gutenberg-Jubel und Verdammung

Gutenberg-Editor

Der Gutenberg-Editor

Noch ist er nur als Plugin verfügbar, mit WordPress 5.0 wandert er (voraussichtlich) in den Core: Der Gutenberg-Editor.

Gutenberg – Look & Feel

Gutenberg im Backend

Gutenberg-Editor im Backend

Der Gutenberg-Editor im Backend

Der Gutenberg-Editor unterteit den Eingabebereich in Blöcke, die sich unabhängig voneinander bearbeiten lassen. Zu jedem Block wird eine eigene, abgestimmte Werkzeugleiste eingeblendet. Im Beispiel:

  1. Überschriften-Block
  2. Zitat-Block
  3. Urheberzeile des Zitat-Blocks
  4. Werkzeugleiste für einen Absatz-Block
  5. Absatz-Block
  6. Werkzeuge, um einen neuen Block einzufügen

Gutenberg im Frontend

Gutenberg in der Besucheransicht

Gutenberg in der Besucheransicht

Hier siehst du nun den Beitrag im Frontend, der Besucheransicht:

  1. Überschrift
  2. Zitat
  3. Urheber des Zitats
  4. Absatz

Gutenberg und die WordPress-Community

Freunde, Fans und Follower

Gutenberg-Rating

Rating für Gutenberg

Mit Gutenberg wandelt sich WordPress von einem Entwicklertool zu einem Blogsystem für alle. Die Gestaltung eines attraktiven Layout fällt zukünftig auch technisch wenig versierten Nutzern leicht – wie bei Jimdo, Wix und den WordPress Pagebuildern (Elementor und Visual Composer). In der WordPress-Community stößt Gutenberg allerdings auf unterschiedliche Reaktionen – Jubel und Verdammung. Der SEO-Plugin-Hersteller Yoast ist überhaupt nicht begeistert. Hier eine kleine Pro- und Contra-Liste

Pro Gutenberg

  • Gutenberg erleichtert die Formatierung für Anwender, die mit HTML und CSS nichts zu tun haben wollen. Mit Gutenberg wird WordPress endgültig zum Volks-CMS.
  • Gutenberg erleichtert die Einbindung unterschiedlicher Inhaltstypen in einem WordPress-Beitrag oder einer WordPress-Seite.
  • Mit Gutenberg passt sich WordPress für die Publikationsform der Zukunft an. Lange Absätze liest heute niemand mehr.
  • Im Blocksystem steckt ein großes Potenzial, das von den Plugin-Anbietern noch ausgeschöpft wird.

Contra Gutenberg

  • Gutenberg bläht den WordPress-Code auf. Die Formatierungen der Blöcke sind nämlich wie Kommentare im Quellcode hinterlegt.
  • Gutenberg könnte sich negativ auf die Performance auswirken.
  • Gutenberg gefährdet die Funktionalität existierender Themes und Plugins.
  • Gutenberg spaltet die WordPress-Community.

Meine Meinung: Ich mag Gutenberg und freue mich auf WordPress 5.0. Die Idee mit den Blöcken finde ich super, um unterschiedliche Inhalte schnell und gut strukturieren zu können. Was Gutenberg noch nicht leistet: mehrere Spalten. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Im Moment liegt Gutenberg 1.3 vor, warten wir mal auf 2.0.

Gutenberg-Release

Das sagt Matt:

Gutenberg will ship with WordPress 5.0, but the release will come out when Gutenberg is ready, not vice versa.

Ich tippe mal auf Juni 2018 als Erscheinungstermin für WordPress 5.0 und Gutenberg 2.0 😉

Gutenberg installieren und ausprobieren

Gutenberg auswählen

Installiere dir Gutenberg als Plugin, falls du das WordPress der Zukunft schon jetzt ausprobieren möchtest. Du kannst deine Beiträge dann wahlweise mit dem klassischen oder den neuen Editor bearbeiten. Aber Vorsicht: Gutenberg ist beta! Setze das Plugin nicht in einer Produktiv-Umgebung ein.

 

6 Gedanken zu „Gutenberg-Jubel und Verdammung

  1. Ab da „Mit Gutenberg wandelt sich WordPress von einem Entwicklertool zu einem Blogsystem für alle.“ kann ich diesen Text leider nicht mehr ernst nehmen.

    Wissen Sie überhaupt wovon Sie hier reden?

    „Im Moment liegt Gutenberg 1.3 vor, warten wir mal auf 2.0“ – Toll. Jetzt habe ich mir die Mühe gemacht das alles zu lesen um festzustellen, dass Sie irgendwas schreiben, um des Schreibens willen. Was soll dann jetzt in 2.0 kommen? Was soll dieser Kommentar zur 2.0? Ausserdem gab es nie eine Version 1.3 – ach ich lass es.

    Kann es sein, dass Sie NULL Plan haben von WP? Aber selbstvertrauen haben Sie – muss man ihnen lassen.

      • Ja. Es gab nie eine 1.3
        Hab ich doch gesagt.
        Was ist nun mit der von Ihnen gross abgekündigten 2.0 ?

        Und was freue ich mich auf das neue Blogsystem in WP – endlich kein Entwicklertool mehr.

    • Zum umstrittenen Satz „Mit Gutenberg wandelt sich WordPress von einem Entwicklertool zu einem Blogsystem für alle.“ Zugegeben, etwas überspitzt formuliert. Geschrieben habe ich ihn aufgrund meiner Erfahrung mit WordPress-Kunden, die sich schon beim Blick auf Quellcode abwenden. Für diesen Kundenkreis ist WordPress zu kompliziert, weshalb sie dann zum Besipiel auf Jimdo wechseln. Möglichwerweise gewinnt WordPress mit Gutenberg hier neue Sympathien.. und die Entwicklung von GUtenberg ist ja auch noch nicht abgeschlossen. Deshalb die Spekulation auf die Mehrspaltigkeit in 2.0.
      Das war es dann auch schon…
      Bernd Schmitt

    • Ja, hab es gerade entdeckt. Bisher „nur“ mehrspaltige Texte, aber vielleicht funktioniert die Mehrspaltigkeit irgendwann für Blocks. Ich kenne noch das Gitterlayout von Adobe GoLive. Nicht, dass man das technisch nachbauen sollte, der Code war dann wirklich aufgebläht. Aber die Anordnung der einzelnen Website-Elementen war sehr einfach zu handhaben..
      Grüße,
      Bernd Schmitt

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