Bewerbungstipps: Kaufmann im E-Commerce

Kaufmann im E-Commerce Bewerbung
Bewerbung zum Kaufmann im E-Commerce

Du suchst eine Ausbildungsstelle im kaufmännischen Bereich, willst aber nicht im Laden stehen? Wie wäre es mit dem Kaufmann im E-Commerce? Die Bewerbungstipps.

Das Anschreiben

Als Kaufmann im E-Commerce sendest du ein Anschreiben per Mail oder über ein Formular auf der Website deines potenziellen Arbeitgebers. Nimm keine Vorlage, sondern gestalte das Anschreiben persönlich – in eigenen Worten.

  • Schicke das Anschreiben an den zuständigen Ansprechpartner, also an die Personalabteilung des Unternehmens. Teile mit, wie du auf das Unternehmen aufmerksam geworden bist.
  • Verwende einen brauchbaren Namen in der Mail-Adresse. furzkanone@irgendwas.wtf ist nicht so gut. Achte auf einen seriösen Mailprovider. web.de oder gmx.de sind zwar langweilig, aber damit landet deine Bewerbung du nicht im Spamordner.
  • Rechtschreibfehler sind auch für Online-Bewerbungen ein absolutes Tabu, ebenso wie eine zu flapsige Anrede! Im Kartext: „Howdy Freunde“ geht nicht,  „Sehr geehrte Damen und Herren“ immer.
  • Große Unternehmen filtern Bewerbermails elektronisch. Achte auf Keywords in deinem Anschreiben und Lebenslauf. Betreibe SEO in eigener Sache. Fische Keywords in der Stellenanzeige heraus und flechte sie in deine Unterlagen ein.

Vergiss aber bei all den Formalitäten nicht das Wichtigste: Den Grund, warum du dich ausgerechnet beim Unternehmen X bewirbst.

Der Lebenslauf

Kaufmann und Kauffrau im E-Commerce
Werbung in eigener Sache: Kaufmann und Kauffrau im E-Commerce

Je nach Alter ist dein Lebenslauf kürzer oder länger. Am besten entscheidest du dich für eine tabellarische Form. Nenne zu jedem Abschnitt den Monat und das Jahr von Beginn und Abschluss. Beispiel:

  • 10/2017 bis 10/2018 Französischkurs an der VHS Hamburg Sternschanze
  • 2/2018 bis 7/2018 Praktikum beim Mustershop Online in Hamburg

Du hast einen Bundesfreiwilligendienst geleistet, bist im Sportverein oder besuchst ein WordPress-Meetup?  Oder du betreibst schon eine kleinen Shop mit WordPress? Alle diese Erfahrungen sind für deinen Arbeitgeber interessant.

Zeugnisse und Praktikumsbescheinigungen

Relevant sind Abschlusszeugnisse, Zwischenzeugnisse, Praktikumsbescheinigungen und Praktikumszeugnisse.

  • Hänge keine Monster-PDFs an, die verstopfen nur das Postfach des Arbeitgebers.
  • Verwende keine exotischen Formate. Am besten sind PDF-Dateien. Textformate wie DOC oder DOCX sind zu leicht änderbar.
  • Achte auch hier auf eine vernünftige Beschriftung. Beispiel: abschlusszeugnis_karlmaier.pdf

Das Bewerbungsfoto

Mit einem guten Bewerbungsfoto kannst du gleich Sympathien gewinnen. Was nicht geeignet ist:

  • Urlaubsbilder – du sollst im Unternehmen arbeiten und nicht in der Sonne liegen.
  • Schnappschüsse von der letzten Familienfeier (oder Hochzeit oder Abschlussball). Du wirst nicht zum Kuchenessen eingestellt.
  • Passbilder – auf den biometrischen Passbildern siehst du aus wie ein Verbrecher.
  • Automatenbilder – Personaler erkennen sofort, wer zu geizig für ein ordentliches Bewerbungsfoto war.

Schlecht sind auch Ganzkörperaufnahmen oder verwackelte Bilder. Noch schlechter sind Fotos, auf denen sich noch andere Personen befinden. Damit würdest du nämlich gegen den Datenschutz und das Persönlichkeitsrecht verstoßen.

Bewerbungsbild vom Fotografen

Am besten gehst du zu einem Fotografen. Achtung: Ein schlechter Fotograf wird dich gleich knipsen, weil er das schnelle Geld wittert. Ein guter Fotograf nimmt sich Zeit und berät dich erst einmal zum richtigen Outfit. Die Knackpunkte:

  • Du musst dich in der Kleidung wohlfühlen
  • Die Farben müssen harmonieren
  • Falls du Schwarzweiß-Fotos anfertigen lässt, ist ein guter Kontrast nötig
  • Frisur und passendes Makeup
  • Abpudern gegen Schweiß

Das Shooting selbst findet dann in aller Ruhe zu einem späteren Termin statt. Nimm dir dafür ausreichend Zeit und komm nicht abgehetzt zum Fotostudio. Bevor du dich ablichten lässt, kläre noch diese drei Punkte:

  • Du erhältst das Bild in digitaler Form.
  • Du erhältst das dauerhafte und und eingeschränkte Recht zur Veröffentlichung. Das heißt: Du kannst damit machen, was du möchtest.
  • Die hast Vertrauen zum Fotografen und fühlst dich in seinem Studio wohl. Dieser Psycho-Faktor ist nicht ganz unwichtig, denn du sollst ja locker lächeln und nicht verbissen in die Kamera glotzen.

Platzierung des Bewerbungsfotos

Das Foto sendest du nicht separate Bilddatei, denn du willst dich ja nicht als Model bewerben. Es genügt, wenn du es oben in deinem Lebenslauf einbindest. Dabei gibt es einen kleinen Trick:

  • Falls du auf dem Bewerbungsfoto nach rechts blickst, binde es links oben ein
  • Falls du auf dem Bewerbungsfoto nach links blickst, binde es rechts oben ein

Auf diese Weise schaust du nicht „aus dem Bild heraus“.

Das Bewerbungsfoto auf Social-Media-Profilen und im Blog

Du bist auf Karriere-Plattformen wie XING oder Linkedin präsent, du twitterst oder hast einen eigenen WordPress-Blog? Dann verwende das Bewerbungsfoto überall dort, wo du auf dich aufmerksam machen möchtest. Auf diese Weise steigerst du deinen Wiedererkennungswert.

Initiativ-Bewerbungen

Deine Traumstelle ist schon wieder weg? Dann bewerb dich initiativ. Es kann nämlich sein, dass die Stelle plötzlich wieder frei wird – und dann bist du am Zug.

Einladung zum Bewerbungsgespräch

Nach der Bewerbung erhältst du ziemlich schnell eine Eingangsbestätigung. Danach kann es dauern, bis die Personalabteilung entschieden hat. Im positiven Fall wirst du zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen.

Das Bewerbungsgespräch

Die erste Hürde hast du geschafft, wenn du zum Bewerbungsgespräch eingeladen wirst. So bereitest du dich am besten vor:

  • Informiere dich vor dem Bewerbungsgespräch auf der Website des Unternehmens.
  • Google nach dem Umfeld des Arbeitgebers. Recherchiere über Unternehmensgeschichte, Geschäftsmodell und Produkte.
  • Finde heraus, welches Shopsystem die Firma einsetzt. WordPress, Magento, Shopware oder ein firmeneigenes? Werden Amazon oder ebay als Vertriebskanäle verwendet?
  • Informiere dich zu deinen Aufgaben. Was wird da gefordert, wo liegen die Schwerpunkte? Genügt der kaufmännische Bereich oder sind auch Kenntnisse in Programmiersprachen erwünscht?
  • Rechne damit, dass du vor Ort getestet wirst. Es kann sein, dass du am PC bestimmte Aufgaben lösen musst. Beispiel: Steht in der Ausschreibung was von HTML und CSS? Dann eigne dir vor dem Bewerbungsgespräch Grundkenntnisse an.

Checkliste: Kannst du diese Fragen beantworten können, ohne lange zu überlegen:

  • Mit welchen Produkten verdient das Unternehmen am meisten Geld?
  • Welche Erfahrungen hast du mit diesen Produkten gesammelt?
  • Mit welchen Konkurrenten muss sich das Unternmehmen auseinandersetzen?
  • Wann wurde das Unternehmen gegründet?
  • Wo befindet sich der Hauptsitz des Unternehmens?
  • Wie heißt die Website des Unternehmens?
  • Auf welchen Social-Media-Kanälen ist das UNternehmen besonders aktiv?
  • Betreibt das Unternehmen einen Blog?
  • Auf welchen Vertriebskanälen ist das Unternehmen besonders aktiv?

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