WordPress rettet den Einzelhandel

WordPress rettet den Einzelhandel
Gestern habe ich mich wieder mit lokalen Einzelhändlern unterhalten. Überall wird gejammert:

  • Der Onlinehandel zerstört den lokalen Einzelhandel
  • Die unabhängigen Läden müssen wegen Amazon und eBay schließen
  • Die Innenstädte veröden

Mein Rant dagegen: Alles Käse. Der Onlinehandel rettet den Einzelhandel. Onlineshops sichern die Zukunft der inhabergeführten Läden.

Problem des Einzelhandels: Mieten

Problem Nr. 1 des lokalen und inhabergeführten Einzelhandels ist nicht die Online-Konkurrenz, sondern die Immobilienblase. Kein mit Liebe und Enthusiasmus geführter Laden kann sich die hohen Mieten in den guten Lagen noch leisten. Was hilft? Die Ladenflächen reduzieren, in schlechtere Lagen ausweichen und mit dem Vertrieb über das Internet einen Ausgleich schaffen.

Problem des Einzelhandels: Parkplätze

Der lokale, innerstädtische Einzelhandel unterwirft sich noch immer den überzogenen Ansprüchen der Autofahrer. Er fordert billige Parkplätze in der Innenstadt, am besten vor der eigenen Haustüre, und teure Tiefgaragen. Die Denkfehler:

  • Nicht jeder Haushalt besitzt ein Auto, auch dank der immer stärkeren gesellschaftlichen Spaltung in Arm und Reich. Ein Reicher kann nicht gleichzeitig zwei Autos fahren.
  • Autos verbrauchen zu viel Platz in der Innenstadt. Wo ein Auto hinpasst, hätten 20 Fahrräder Platz. Das wären dann auch 20 Kunden.
  • Autostraßen vermindern die Aufenthaltsqualität einer Stadt. Die autogerechte Stadt funktioniert nicht, nicht einmal in Stuttgart, der autogerechtesten Stadt Deutschlands. Da ist ständig Stau und alle sind unzufrieden.
  • Tiefgaragen sind für die Kundinnen und Kunden zu umständlich, zu unsicher und zu teuer. Tiefgaragen stinken nach Urin.

Das Problem ist, dass es nicht zu wenige, sondern zu viele Parkplätze gibt, jedenfalls für Autos. Städte wie Kopenhagen oder Amsterdam weisen den verkehrspolitischen Weg. Die Autos werden verbannt, die Fahrradfahrer erobern die Städte zurück und der lokale Einzelhandel profitiert. Die gut erreichbaren Geschäfte sind voll, und das gilt für alle, nicht nur für die Filialen der großen Ketten.

Nun ist Deutschland aber Fahrrad-Entwicklungsland. Bis die Deutschen die verkehrpolitische Wende nachvollziehen, wird es lange dauern. Die Konversion von Auto- zu Fahrradstraßen führt heute noch zur Schnappatmung. Es werden noch 10 oder 20 Jahre vorüberziehen, in denen zu viele Autos die Radfahrer bei der Anfahrt zum Ladengeschäft gefährden. Welcher Kunde quält sich schon gerne mit Helm und Schutzweste über handtuchbreite Horror-Radwege in die Stadt? Schutz vor dem Auto-Terror schafft der Onlinehandel.

Problem des Einzelhandels: Beratungsdiebstahl

Der Kunde betritt den Laden des Einzelhändlers, um sich beraten zu lassen. Gekauft wird dann aber nicht vor Ort, sondern per Mausklick im Internet. Bei Amazon direkt, auf dem Amazon Marketplace oder bei eBay. Der Handel nennt sowas Beratungsdiebstahl, und da hat er auch Recht. Lösen lässt sich das Problem nicht mit dem moralischen Appell „Kauft nicht bei Amazon“, sondern dem Verweis auf das eigene Online-Angebot. So funktioniert das System:

  • Kunde betritt Laden
  • Kunde lässt sich beraten
  • Kunde nimmt die Ware sofort mit oder bestellt sie im Onlineshop des Händlers und nirgendwo sonst 😉

Problem des Einzelhandels: Bestens informierte Kunden

Bevor ein Kunde heute etwas kauft, informiert er sich über Produktdaten, Bewertungen und Tests. Hier heißt es für den lokalen Einzelhandel, einfach mal die Online-Hausaufgaben zu machen. Zu einem Onlineshop gehören auch ein Blog und Fotoreportagen über die Produkte. Dann holt sich der Kunde seine Vorab-Infos nämlich nicht mehr bei Amazon, eBay und Zalando, sondern beim lokalen Händler.

Lösung für den Einzelhandel: Der eigene WordPress-Shop

Schlecht beraten sind Shopbetreiber, die ihren Onlinevertrieb über Amazon-Marketplace und eBay abwickeln. Kurzfristig lassen sich damit gute Umsätze generieren, aber langfristig verschenken die kleinen Händler wertvolle Informationen an ihre große Konkurrenz. Wie kommt der Einzelhandel aus der Umsatzkrise? So:

  • Unternehmens-Website mit WordPress aufsetzen
  • Unternehmensblog betreiben
  • Unternehmensshop mit WooCommerce oder wpShopGermany aufsetzen, im Fall von WooCommerce mit WooCommerce German Market oder WooCommerce Germanized ergänzen
  • Kunden im Laden beraten und sich freuen, wenn die Onlineumsätze steigen

Der Onlinehandel ist ein unverzichtbarer Vertriebskanal für den lokalen Einzelhandel. Und mit WordPress ist ein Onlineshop günstig zu haben. Hier findest du eine Kostenaufstellung: Was kostet ein Onlineshop?

Ähnliche Beiträge auf onlineshop-DIY:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.