Raspbian

Raspbian basiert ist speziell auf den Minicomputer Raspberry Pi und seine ARM-Architektur ausgerichtet, und wird  von der Raspberry Foundation ausdrücklich empfohlen. Die aktuelle Version (September 2016) basiert auf Debian Jessie.

Raspbian Konfiguration und Desktop

Für die Konfiguration von Raspbian ist das Tool raspi-config zuständig, dort lässt sich auch die Tastatur auf eine deutsche Tastenbelegung einstellen, falls die nicht automatisch erkannt oder anders eingestellt wurde. Raspbian – Desktop war früher der LXDE, die neuen Raspbian-Versionen haben den Pixel-Dektop an Bord.

Raspbian Installation

Ein kleines Turorial zur Installation von Raspbian auf dem Raspberry Pi.

Was wird benötigt?

  • Der Minicomputer Raspberry mit Bildschirm, Tastatur und Maus
  • Hauptcomputer zum Download vom Raspbian-Image mit Laufwerk für die Micro-SD-Karte
  • Die Micro-SD-Karte selbst. Die Größe sollte mehr als 4 GB betragen.

Raspbian herunterladen
Das Image von Raspbian kann von der Downloadseite von Raspbian direkt heruntergeladen werden, oder zusammen mit Noobs. Noobs heißt „New Out Of the Box Software“ und ist für Anfänger eine gute Lösung. In diesem Tutorial geht es aber um die direkte Installation von Raspbian! Zunächst muss Raspbian, entpackt werden. Weiter geht es dann mit dd!

Raspbian mit dd auf SD-Karte schreiben.
Jetzt kommt der heikle Teil. dd steht für Disk Dump. Disk Dump ist kein Programm, sondern ein Kommandozeilenbefehl. Der dd-Befehl gehört zur Grundausstattung von Ubuntu, Debian und jedem anderen Linux. Mt dd lassen sich komplette Dateien, Ordner, Partitionen und Festplatten klonen.

dd Sicherheitshinweis
dd wird über eine einzige Zeile im Terminal ausgelöst. Sicherheitsabfragen gibt es dabei keine. Wer sich vertippt, und zum Beispiel bei der Eingabe von Quell– und Zielverzeichnis, kann sämtliche Daten und das Betriebsystem schnell ins Nirvana schicken. Außerdem: Das Zielverzeichnis muss für dd gleich groß oder größer sein als das Quellverzeichnis. Bei einer Micro-SD Karte von 4 GB ist das auch mit dem entpackten Raspbian kein Problem.

Festplatten und Pfade
Überlebensnotwendig ist es, die Zuordnung der Festplatten zu kennen. In Ubuntu werden sie als „Devices“ bezeichnet und als /dev in der Verzeichnisstruktur aufgeführt. Beispiele:

/dev/hda – die erste Festplatte am ersten Controller
/dev/hda1 – die erste Partition der ersten Festplatte am ersten Controller
/dev/hdb – die zweite Festplatte am ersten Controller

Vor dem Ausführen von dd gebt ihr diesen Befehl ins Terminal ein, um bei den Pfaden auf Nummer Sicher zu gehen, und notiert euch Quelldatei (Raspbianimage) und Ziellaufwerk (SD-Karte).

df -h

dd Klonbefehl
Beim Klonbefehl auf keine Fall vertippen, Zeit einplanen und nicht unterbrechen! if steht für Input file, of für Output file. Der Befehl zum Klonen lautet zum Beispiel:

dd bs=1M if=[IMG] of=[DEVICE]

Erklärung:

  • Die eckigen Klammern weglassen,
  • Statt IMG setzt ihr den Pfad zu eurem Raspbian -Image
  • Statt DEVICE setzt ihr den Pfad eurer SD-Karte
  • bs=1M wird hinzugefügt, um den Disk Dump etwas zu beschleunigen

SD-Karte in den Raspbery stecken
Mit dem erfolgreichen Überspielen des Raspberry-Image vom Hauptcomputer auf die SD-Karte wäre der heikle Teil erledigt. Jetzt kommt die MIcro-SD-Karte in den Raspberry Pi.  Vorher noch eine Tastatur mit USB und einen Bildschirm mit HDMI anschließen. Dann den Mini-USB-Stecker zur Stromversorgung einstöpseln. Los gehts.

Naviagation beim Booten von Raspbian
Durch die diversen Menüs gelangt man, man kennt es vom Bootloader Grub, mit den Navigationstasten (4 Pfeiltasten), Enter und Escape.

Einstellungen beim Booten von Raspbian
Auswählen kann man „Expand Filesystem“, dann verwendet Raspbian den kompletten Speicherplatz auf der Micro-SD-Karte. Dieser Vorgang dauert je nach Kartengröße, deshalb sollte man die Micro-SD-Karte nicht zu groß wählen.

Keyboardlayout, Sprache, Timezone…
Wie bei anderen Distributionen hier auch deutsches Keyboard wählen, sonst sind die Tasten vertauscht, Zeitzone Berlin… Falls irgendwo UTF8 auftaucht, auch auswählen, das ist die Unicodesprache für das Internet. Wer den Raspberry mit einem eigenen Monitor per HDMI betreibt, brauch sich nicht per SSH einzuloggen.  Das ist eher ein Thema für Leute, die sich mit Webservern und LAMP befassen. Also auf Finish klicken, und die grafische Oberfläche wird geladen. Es folgt ein Reboot.

Standardbenutzer und Passwort
Nach dem Reboot ins Terminal dann Zugangsdaten eingeben. Auf der Downloadseite des RAW Image stehen sie: Der Standard-Benutzer ist „pi“, das Passwort „raspberry“. Eingeben in dieser Reihenfolge!

Raspbian Upgrade
Update und Upgrade. Mit diesem Befehl wird Raspbian auf den neuesten Stand gebracht, und dann viel Spaß mit Raspberry und Raspbian!

sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade

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