Wie starte ich eine E-Mail-Kampagne?

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Bild: Ryan McGuire / Gratisography

Du betreibst einen Onlineshop und wartest auf Kunden für Waren und Dienstleistungen? Noch besser als Warten: Marketing! Besonders günstig geht das mit einer E-Mail-Kampagne.

Ziele der Kampagne definieren

Was willst du mit deiner Kampagne erreichen? Mögliche Ziele:

  • Steigerung der Besucherzahlen auf deiner Website oder Social Media Präsenz
  • Steigerung des usergenerierten Contents auf deiner Website oder Social Media Präsenz
  • Umsatzsteigerung für Waren und Dienstleistungen in deinem Shop

Natürlich schließen sich diese Ziele nicht aus, es schützt aber gegen Verzettelung, vor der Kampagne eine Gewichtung vorzunehmen und konkrete Zahlen zu nennen. Beispiel für einen Dienstleister, der Tageseminare über eine E-Mail-Kampagne bewirbt:

  • Primäres Ziel: Drei Tagesseminare pro Monat über die E-Mail-Kampagne generieren
  • Weiteres Ziel 1: Steigerung der Besucherzahlen auf der Website um 50 Prozent
  • Weiteres Ziel 2: Steigerung der von Likes auf der firmeneigenen Facebook-Seite um 10 Prozent

Den Fokus der Kampagne setzt du auf das primäre Ziel. Besonders wichtig ist diese Festlegung, wenn du für die Kampagne Mitarbeiter einstellst oder eine Agentur beauftragst. Deine Helfer müssen wissen, worum es geht.

Adressen festlegen

Was im B2C-Bereich (Privatkunden) verboten ist, steht im UWG, dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, und zwar in § 7 Abs. 2 Nr. 3 und Nr. 4. Unter eine unzumutbare Belästigung fällt das Versenden einer E-Mail, wenn:

  • die Einwilligung des Adressaten für das Versenden der E-Mail fehlt,
  • oder der Absender seine Identität verschleiert oder verheimlicht
  • oder die E-Mail keine gültige Adresse enthält, unter der der Empfänger das künftige Zusenden von Mails untersagen bzw. sich austragen kann.

Fazit: Du musst du über eine Einwilligung des Kunden verfügen! Stelle in deinem Newsletter-Plugin für WordPress unbedingt Double-Opt-In ein! Der Adressat muss aktiv zugestimmt haben! Nicht ausreichend ist das Opt-Out-Verfahren, bei dem der Empfänger solange einen Newsletter erhält, bis er sich aus deinem Verteiler austrägt.

Und im B2B-Bereich (Geschäftskunden)? Hier ist das Anmailen ohne vorherige Zustimung juristisch zumindest hoch fragwürdig. Durchgesetzt hat es sich aber trotzdem. Wenn du dich für diesen Weg entscheidest, dann ist dehalb höchstes Fingerspitzengefühl gefragt! Was du auf keine Fall machen solltest: Deine Konkurrenten anmailen!

Start zum richtigen Zeitpunkt

Fingerspitzengefühl brauchst du auch für den Start der Kampagne. Am besten sind solche Ereignisse wie Nikolaus, Weihnachten, Neujahr, Karneval, Ostern, 1. Mai oder Pfingsten. Mit einem konkreten Anlass geht eine Werbeaktion viel lockerer über die Bühne.

Die richtige Optik

Verwende möglichst wenig Bildmaterial, denn es wird in vielen E-Mail-Clients gar nicht angezeigt. Besser ist eine einfache Optik und eine klare Sprache, bzw. eine klare Anweisung an den Empfänger. Beispiel: „Jetzt Ihren Kurs zum reduzierten Preis buchen“.

Kampagne auf Kunden zuschneiden

Wenn du unterschiedliche Kundensegmente bedienen möchtest, dann schneide die E-Mails entsprechend zu! Es macht einen Unterschied, ob du eine Mail an einen Kindergarten verschickst, einen Schreinereibetrieb oder eine Privatperson.

A/B-Test durchführen

Lege nicht alle Eier in einen Korb, sondern führe A/B-Test durch. Ein Beispiel, falls du 100 Adressen anmailst:

  • 10 Empfänger erhalten Mails mit der Betreffzeile A: Neue Tagessemiare für Ihre Fortbildung.
  • 10 Empfänger erhalten Mails mit der Betreffzeile B: Homepage selbst erstellen – wir zeigen wie!

Nach 14 Tagen wertest du die Antwortquote aus! Die anderen 80 Adressen werden dann mit der besseren Betreffzeile bedient.

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