Wie starte ich eine E-Mail-Kampagne?

Screenshot eines Eingabefelds

Du verdienst Geld mit WordPress und möchtest deine Umsätze steigern? Dann erhöhe die Besucherfrequenz in deinem Shop oder Blog! Kostenlos oder kostengünstig funktioniert das mit einer E-Mail-Kampagne, dem Newsletter-Marketing.

Newsletter-Tools

Die handgemachte Rundmail ist Schnee von gestern. Fürs Newsletter-Marketing benötigst du ein geeignetes Tool. Achtung, MailChimp hat zum 31. Oktober 2017 alle Anmeldeformulare standardmäßig auf Single-Opt-In umgestellt, was gegen das europäische Datenschutzrecht verstößt. Double-Opt-In musst du nun händisch per Checkbox einstellen.

Du kannst aber auch gleich eine deutsche Lösung wie CleverReach oder MailPoet verwenden. Der Unterschied zwischen den beiden:

  • CleverReach arbeitet getrennt von WordPress. Vorteil: Ein Problem innerhalb von CleverReach breitet sich nicht auf WordPress aus – und umgekehrt
  • MailPoet arbeitet innerhalb von WordPress. Vorteil: Neue WordPress-Beiträge lassen sich automatisch als E-Mail verschicken

CleverReach

CleverReach Formluardesigner
Ein Newsletter-Anmeldeformular, erstellt in CleverReach

CleverReach ist wie MailChimp ein separates Tool. Das heißt: Deine E-Mail-Kampagnen managst du in CleverReach. Aber natürlich gewinnst du deine Abonnenten direkt auf deinem WordPress – über ein Anmeldeformular. Der Workflow für die Generierung des Anmeldeformulars:

  1. Einen CleverReach-Account anlegen
  2. Anmeldeformular in CleverReach designen
  3. Anmeldeformular-Code in CleverReach kopieren
  4. Wechsel zu WordPress
  5. WordPress-Widget anlegen, am besten ein HTML-Widget
  6. Anmeldeformular-Code in das WordPress-Widget einfügen

Die Anmeldedaten werden dann vom Widget an CleverReach weitergeleitet. In CleverReach schreibst und verschickst du dann die Mails. Über die Reports erhältst duch auch gleich eine Übersicht der Klickzahlen. So kannst du herausfinden, welche Betreffzeilen für deine Zuielgruppe überhaupt relevant sind.

MailPoet

WordPress-Plugin MailPoet
Das WordPress-Plugin MailPoet
  • MailPoet heißt die Alternative zu den separaten Tools wie CleverReach, MailChimp oder Newsletter2Go
  • Der große Unterschied: MailPoet arbeitet als WordPress-Plugin. Du musst WordPress für das Newsletter-Marketing also nicht verlassen
  • Das wichtigste Feature: Automatische Benachrichtigung über neueste Beiträge
Neue Beiträge mit MailPoet verschicken
Neueste Beiträge mit MailPoet verschicken

MailPoet bietet drei E-Mail-Typen an:

  • Newsletter – der klassische Newsletter, den du gnaz normal erstellst
  • Willkommens-E-Mail – eine Mail für Neu-Abonnenten- aber auch für neue WordPress-Benutzer
  • Banachrichtigung über neue Beiträge – die automatische Benachrichtigung übe neue Blog-Beiträge

Achtung: Die meisten, aber nicht jedes Newsletter-Tool ist standardmäßig für den deutschen Markt rechtskonform eingerichtet. Du benötigst für das Anmeldeformular die Einstellung Double-Opt-In.

Double-Opt-In

Was im B2C-Bereich (Privatkunden) verboten ist, steht im UWG, dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, und zwar in § 7 Abs. 2 Nr. 3 und Nr. 4. Unter eine unzumutbare Belästigung fällt das Versenden einer E-Mail, wenn:

  • die Einwilligung des Adressaten für das Versenden der E-Mail fehlt,
  • oder der Absender seine Identität verschleiert oder verheimlicht
  • oder die E-Mail keine gültige Adresse enthält, unter der der Empfänger das künftige Zusenden von Mails untersagen bzw. sich austragen kann.

Fazit: Du musst du über eine Einwilligung des Kunden verfügen! Stelle in deinem Newsletter-Plugin für WordPress unbedingt Double-Opt-In ein!

  • Erstes Opt-In: Abonnent gibt Daten in das Anmeldeformular ein
  • Zweites Opt-In: Abonnent klickt auf den Link in der Bestätigungsmail

Nicht ausreichend ist das in MailChimp standardmäßig eingestellte Single-Opt in oder gar ein Opt-Out-Verfahren, bei dem der Empfänger solange einen Newsletter erhält, bis er sich aus deinem Verteiler austrägt.

Und im B2B-Bereich? Hier ist das Anmailen ohne vorherige Zustimung juristisch zumindest fragwürdig. Durchgesetzt hat es sich aber trotzdem. Wenn du dich für diesen Weg entscheidest, dann ist Fingerspitzengefühl gefragt! Was du auf keinen Fall machen solltest: Deine Konkurrenten anmailen!

Newsletter-Strategien

Freunde, Fans und Follower
Freunde, Fans und Follower – das Buch fürs Marketing in Facebook, Twitter, YouTube, Pinterest, Instagram, Snapchat und WhatsApp.

Ziele der Kampagne definieren

Was willst du mit deiner Kampagne erreichen? Mögliche Ziele:

  • Steigerung der Besucherzahlen auf deiner Website oder Social Media Präsenz
  • Umsatzsteigerung für Waren und Dienstleistungen

Natürlich schließen sich diese Ziele nicht aus, es schützt aber gegen Verzettelung, vor der Kampagne eine Gewichtung vorzunehmen und konkrete Zahlen zu nennen. Beispiel: Steigerung der Besucherzahlen um 10 Prozent.

Zeitpunkt und Name einer Kampagne

Etwas Fingerspitzengefühl kann für den Start der Kampagne nicht schaden. Mit einem konkreten Anlass geht eine Werbeaktion lockerer über die Bühne. Am besten sind solche Ereignisse wie Nikolaus, Weihnachten, Neujahr, Karneval, Ostern, 1. Mai oder Pfingsten.

Beispiel für eine unproblematische Betreffzeile: Den Nikolaus-Rabatt nutzen

Vorsichtig solltest du bei Namenskombinationen wie Black/Blue/Schwarz/Rot und irgendeinem Wochentag sein. Teilweise sind diese Aktionen nämlich von den jeweiligen Urhebern geschützt.

Bilder in Newslettern

Verwende möglichst wenig Bildmaterial, denn es wird in vielen E-Mail-Clients gar nicht angezeigt. Faustregeln:

  • Nicht mehr als zwei Bilder.
  • Keine Bilder über 100 kB Dateigröße.
  • Keine Bilder über 600 Pixel Breite.
  • Keine wesentlichen Informationen, die ausschließlich über Bilder abrufbar sind! Der Newsletter muss auch ohne Bilder funktionieren.

Links in Newslettern

Sende deinen Empfängern klare Anweisungen. Beispiel: „Jetzt den Kurs zum reduzierten Preis buchen“. Empfehlenswert ist die mehrfache Platzierung von Links, zum Beispiel am Anfang, in der Mitte und am Ende! Gehe davon aus, dass heute niemand mehr irgendetwas im Internet komplett durchliest. Deine User springen irgendwo in den Text hinein. Wer den Link nicht auf Anhieb findet, ist verloren.

A/B-Test durchführen

Lege nicht alle Eier in einen Korb, sondern führe A/B-Test durch. Ein Beispiel, falls du 100 Adressen anmailst:

  • 10 Empfänger erhalten Mails mit der Betreffzeile A: Neue Tagessemiare für Ihre Fortbildung.
  • 10 Empfänger erhalten Mails mit der Betreffzeile B: Homepage selbst erstellen – wir zeigen wie!

Nach 14 Tagen wertest du die Antwortquote aus! Die anderen 80 Adressen werden dann mit der besseren Betreffzeile bedient.