Der Unterschied zwischen Windows und Ubuntu

Was ist der Unterschied zwischen Windows und Ubuntu? Ich hab das mal in 14 Punkten aufgedröselt:

Ubuntu ist kostenlos

Microsoft verlangt für Windows Geld. Der Hersteller Canonical, dahinter verbirgt sich Mark Shuttleworth, stellt Ubuntu kostenlos zur Verfügung. Für das Betriebssystem wird das auch so bleiben, obwohl kostenpflichtige Apps schon in Ubuntu Einzug halten. Richtig so, denn ohne professionelle Programme kann Ubuntu nicht mit Windows konkurrieren.

Stabilität, Viren und Sicherheit

Windows ist instabil und virenanfällig, Ubuntu stabiler und bis jetzt von Viren verschont geblieben. Mit Windows zu surfen oder USB-Sticks auszutauschen ist ein Sicherheitsrisiko. Die Trojaner im Netz sind eine echte Seuche! Außerdem: Mit Ubuntu können Windows-Dateien gerettet werden, andersrum geht es nicht.

Anwenderprogramme integriert

Windows ist seit Windows 10 ein Mittelding zwischen Betriebssystem und Shopping-Plattform, hat aber nach kaum sinnvolle Programme an Bord. Ubuntu ist ein Betriebssystem inclusiv Programme. Von Hause aus bringt jede Distribution eine Reihe von Programmen mit, die auf den Anwender zugeschnitten sind. Weitere kostenlose Programme können bequem und schnell nachinstalliert werden, zum Beispiel Blender, um mal ein Vorzeigeprogramm der Open Source-Szene zu erwähnen.

Alltagsanwendungen

Programme zur Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und zum Surfen heißen bei Windows und Ubuntu unterschiedlich. In der Bedienung sind sie fast gleich:

  • Windows Outlook wird ersetzt durch Thunderbird
  • Windows Office wird ersetzt durch LibreOffice
  • Windows Edge wird ersetzt durch Firefox oder einen anderen Browser

Die Alltagsanwendungen von Ubuntu sind dabei besser als das Microsoft-Zeugs. Mit LibreOffice kannst du leicht PDFs erzeugen oder einen Text so formatieren, dass er sich für die Produktion eines eBooks eignet.

Profi-Programme

Auf Windows funktioniert fast jede Profisoftware – mit Ausnahme von Programmen, die nur auf dem Mac laufen. Für Musiker wäre das zum Beispiel der Sequenzer Logic. Auf Ubuntu können viele Profiprogramme (zum Beispiel Photoshop, Premiere, After Effects und Cubase) nicht verwendet werden. Wer diese Profiprogramme benutzen will, braucht nach wie vor Windows oder Mac.

Distributionen & Versionen

Distributionen: Windows versucht eine einheitliches System für alle Computer und Zwecke anzubieten, Ubuntu verschiedene Distributionen für verschiedene Computer und Zwecke.
Versionen: Ab Windows 10 gibt es keine neuen Namen mehr, sondern nur noch Updates. Windows ist zum Rolling Release geworden. Ubuntu erscheint alle 6 Monate neu, die sehr stabile LTS-Version alle 24 Monate. LTS-Versionen werden 3 oder 5 Jahre unterstützt, die anderen nur 9 Monate.

  • Aktuelle LTS-Version: 16.4 Xenial Xerus
  • Aktuelle Version: 16.10 Yakkety Yak

Updates

Ubuntu lässt sich relativ sicher updaten. Beim Windows-Updates weiß man nie, ob der Computer danach noch funktioniert. Die automatische Windows-Updatefunktion ist ein Sicherheitsrisiko. Wer den Laptop zugeklappt, während Windows noch schnell 17 Updates einspielen wollte, muss schon bangen. Ein Windows-Betriebssystem lässt sich nicht nur durch Viren, sondern auch aus Versehen leicht zerstören.

Schrottprogramme

Auf neu gekauften Windows-Computern klappen Schrottprogramme auf. Demoversionen, überflüssige Optimierer, zusätzliche Mainboardprogramme. Man weiß nicht, was sich im neuen Windows eingenistet hat – und wie man den Schrott wieder los wird. Ein neu gekaufter Windows-PC muss entmüllt werden. Diesen Trash ab Werk gibt es bei Ubuntu nicht in so hohem Ausmaß.

Einsatz auf dem Notebook

Beim Einsatz auf einem Notebook hat Windows noch die Nase vorn. Probleme können mit dem WLAN, dem Akku, dem Energiesparmodus ACPI, oder dem ATI-Treiber auftreten. Tipp: Diverse Händler bieten vorkonfigurierte Ubuntu-Notebooks an.

Unterschiedliche Anwendertypen

Typische Windows-Benutzer kennen sich nicht mit Computern aus. Ubuntu-Benutzer legen weniger Wert auf Körperpflege, helfen aber den Windows-Benutzern aus der Patsche. Ubuntu-Benutzer reden in einer Sprache, die kein Mensch versteht. Lieblingswörter: Kommanozeile, Shell, Gnome, Kernel … Sie kommen wenig vor die Türe. 😉

Systemadministrator sein

Windows-Fehlermeldungen hat man sooo satt: “Wenn das Problem weiterbesteht, fragen sie ihren Systemadministrator”. Pech nur, wenn man selbst der Systemadministrator ist. Bei Ubuntu heißt der Systemadministrator root. Über das Terminal kann man sich in die Shell einloggen und an der Problemlösung versuchen. In Windows 10 gibt es zwar nun auch einen Shell-Zugang, aber hier weißt man nicht so genau, was man tut…

Registrierung und Produktaktivierung

Für den Download von Ubuntu muss man sich nicht registrieren. Für den Betrieb von Ubuntu ist keine Produktaktivierung nötig. So einfach ist das.

UEFI und Secure Boot

Microsoft macht den Hardwareherstellern Vorschriften. Jeder Computer, der mit Win 8 oder 10 ausgeliefert wird, ist mit UEFI und Secure Boot verseucht. Das soll der Sicherheit dienen, gefährdet aber die Systemrettung.  Für eben diese Systemrettung Ubuntu nämlich nützlich sein, zum Beispiel in Form der Distribution Desinfec’t.

Religiöses

Mit Apple hat Ubuntu eines gemeinsam: Es taugt als Ersatzreligion. Windows ist einfach nur ein Betriebssystem. Um mit Ubuntu glückselig zu werden, beginne mit dem Download.

Die Ubuntu-Standarddistribution Xenial Xerus

  • Die Ubuntu-Standarddistribution 16.4 Xenial Xerus LTS  ist das „Volkslinux“ für Normalanwender. Hier landen die meisten Umsteiger von Windows zu Ubuntu.  LTS steht für Long-Term-Support, diese Versionen sind besonders auf Stabilität ausgelegt. Normale Versionen erscheinen alle 6 Monate neu, LTS-Versionen alle 2 Jahre.
  • Mit einer Live-DVD oder einem bootbaren USB-Stick kann Ubuntu auch ohne Installation getestet werden.

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