Ubuntu Übersicht

Eine kleine Übersicht zu Ubuntu und anderen interessanten Linux-Distributionen (in Arbeit)

Ubuntu

Kubuntu

Die offizielle Ubuntu – Distribution Kubuntu verwendet den KDE-Desktop anstelle von Unity. Die Paketquellen von Ubuntu und Kubuntu sind aber identisch. Veröffentlicht wird Kubuntu zeitgleich mit der Ubuntu-Standardversion. Gut integriert in den KDE-Desktop ist das Videoschnittprogramm Kdenlive. Als Officeprogramm hat Kubuntu die Calligra-Suite an Bord. Tipp: Das Grafikprogramm Krita wurde von Calligra ausgelagert!

Kubuntu Zielgruppe

Kubuntu ist die ideale Distribution für Ubuntuuser, die einen Desktop mit vielen Funktionen schätzen. Außerdem geeignet für Videocutter, die lieber mit Kdenlive als mit OpenShot arbeiten. Weniger geeignet ist Kubuntu für die Anhänger eines Minimalsystems und die Besitzer älterer PCs. Richtig Spaß macht Kubuntu mit den vielen Programmen der KDE Software Collection. Ob Spiele, Astronomietools oder Kalender, hier gibt es viel zu entdecken.

Mit Kubuntu Programmieren lernen

Mit Kubuntu lernt man das Programmieren mit C++ am besten, und zwar mit der Entwicklungsumgebung KDevelop, das KDE Development Environment. Ideal ist KDevelop für Einsteiger, denn die FAQ, Tipps und das Wiki auf der Webseite beantworten alle wichtigen Fragen. Kdevelop lässt sich so über diesen Befehl im Terminal installieren:

sudo apt-get install kdevelop

Falls das Repository noch nicht freigeschaltet ist, muss der folgende Befehl eingegeben werden (es heißt oben apt-add, nicht apt-get):

sudo apt-add-repository ppa:kubuntu-ppa/backports
sudo apt-get install kdevelop

Vor der Kubuntu-Installation

Prüfen, ob Prozessor und Arbeitsspeicher für Kubuntu ausreichen. Für Videoschnitt und 3D-Anwendungen darf es gerne etwas mehr sein. Am besten mit Kubuntu Live-DVD testen.

Kubuntu LTS-Versionen

Die LTS-Versionen vom Kubuntu werden, ebenso wie die Ubuntu-Standardversion und Ubuntu Server, für 5 Jahre unterstützt! Hier geht es zum Download von Kubuntu Xenial Xerus. Und hier zu sehr aktiven deutschen Kubuntu-Community.

Ubuntu Mate

Ubuntu Mate basiert auf dem übersichtlichen Desktop Gnome 2, der von seinen Entwicklern zugunsten des Gnome 3 aufgegeben worden war. Ubuntu Mate ist ein offizielles Flavour von Ubuntu. Die LTS-Version 16.4 wird für 3 Jahre unterstützt.

Ubuntu Touch

Die Distribution Ubuntu Touch ist für den Einsatz auf Smartphones und Tablets gedacht. Canonical plant, die Platzhirsche iOS und Android anzugreifen. Partner zur Verbreitung sind die chinesischen Hersteller Meizu und BQ.

Ausgestorben: Edubuntu und Dream Studio

Eine LTS-Version von 16.4 wurde nicht veröffentlicht! Damit dürfte Edubuntu ausgestorben sein, ebenso wie die Kreativ-Distribution Dream Studio!

Linux -Distributionen

Die folgenden Distributionen basieren auf Linus, aber nicht auf Ubuntu:

AV Linux

Die Existenz von AV-Linux stand schon öfters auf der Kippe, doch mit der Version 2016.8.30 hat sich die Distribution wieder zuückgemeldet.

AV-Linux – Überblick

Traditionell gelten Musik – Produktionsanwendungen bei Linux als kritisch. Die Gründe sind schnell genannt: Fehlende Treiberunterstützung für professionelle Hardware, insbesondere Audiokarten, und fehlende Software. An diesen beiden Punkten kommt auch mit AV-Linux niemand vorbei. Es kommt also immer darauf an, was man vor hat. Eine Band mehrspurig aufzunehmen, das geht mit Ardour schon, aber für professionelles Mixing und Mastering sind Windows-PCs und Macs (noch) besser geeignet. Das gilt auch für den Bereich der Musikproduktion im Homestudio. Für Ubuntu-Musiker: Die Entwicklung im Tonstudiobereich begleitet der Blog Ubuntu-Musiker.de

AV-Linux Konzeption

AV-Linux ist eine Distribution auf der Basis von Debian. Man sieht gleich, für wen AV-Linux zusammengestellt wurde:  Es findet sich alles, was Linux zur Audio- und Videoproduktion bereit hält:  Codecs, Unterstützung für diverse Soundkarten, und die Linux-Flaggschiffe zur Audio- und Videoproduktion: Rosegarden, Audacity und Blender, um die wichtigsten genannt zu haben.
Wichtiges Kennzeichen von AV-Linux war die angestrebte Unterstützung von Audio- und Midi Hardware solch namhafter Hersteller wie Pro Audio, M-Audio, Tascam, Echo und RME. Der Kernel von AV-Linux ist auf niedrige Latenzen bei der Audioaufnahme optimiert.

AV-Linux Zielgruppe

Audio-und Video-Produzenten, die Wert auf eine stabiles Audio- und Videosystem legen. Vor der Installation prüfen, ob der Prozessor (CPU) und die Audio-Hardware von AV-Linux unterstützt wird. AV-Linux kann als Live-System von DVD oder USB eingesetzt werden. AV-Linux ist nicht geeignet für Dual Boot.

Ubuntu Studio vs. AV-Linux

Die entscheidende Frage ist, ob es AV-Linux auch in 5 Jahren noch gibt. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zu Ubuntu Studio.

Tipp für Musiker:

Die kommerziellen DAW-Software Mixbus, ist mit VST-Schnittstelle ausgerüstet ist. Ein interessanter Ansatz, um die Audioproduktion auf Ubuntu voranzutreiben! Ob dann aber wirklich jedes edle VST-Plugin auf Ubuntu läuft, ich habe da meine Zweifel. Es gibt ja hier auch zwei Standards, nämlich LinuxVST und das original VST. Also ausprobieren. Professionelle Plugins für Linux gibt es auch hier bei Linuxdsp. Tipp für DJs: Mixxx , SooperLooper und Xwax.

Fedora

Wie Ubuntu wird auch Fedora von einer Firma gesponsort. Dahinter steckt nämlich die Linux-Company Red Hat. Neben Fedora unterstützt Red Hat auch noch CentOS. Die Unterschiede zwischen Fedora und CentOS halten sich in Grenzen. Beides sind Spielwiesen für Red Hat. Allerdings ist Fedora weiter verbreitet und hat eine größere Community.

Fedora für Single Board Computer

Fedora ist interessant für die Benutzer von Single Board Computern, die mit ARM-Prozessoren bestückt sind. Hier haben die Jungs ganze Arbeit geleistet! Fedora ARM – Images, sortiert nach den  wichtigsten Desktops stehen auf dieser Downloadseite, zum Beispiel für den Raspberry Pi und den Banana Pi.

Fedora vs. Arch Linux

Tipp: Eine Alternative zu Fedora bietet die Distribution ArchLinux Arm. Allerdings sollte man sich vorher in das normale ArchLinux eingearbeitet haben. Einsteigerfreundlich sind beide Archlinux-Distributionen nicht. Das soll keine Kritik an Archlinux sein, denn die nur 539 große Distri hat auch ihre Qualitäten. Man lernt Linux von Grund auf, und installiert nur das, was nötig ist.

Fedora als Einstieg für RHEL

Red Hat Enterprise Linux (RHEL) heißt die kostenpflichtige Distribution der Firma Red Hat. Wer sich überlegt, eines Tages auf RHEL umzusteigen, kann mit Fedora schonmal kostenlos üben. Weitere Informationen auf der deutschen Fedora Webseite.

 

Vorteile von Ubuntu

Die Vorteile von Ubuntu in einer kleinen Übersicht:

  • Ubuntu Desktop. Die Kachel-Oberfläche in Windows nervt. In Ubuntu kannst du aus verschiedenen Desktops wählen.
  • Ubuntu = Betriebssytem + Programme. Ab der Installation enthält Ubuntu nicht nur das Betriebssystem, sondern auch eine Menge kostenloser Programme. Was fehlt, lässt sich über die  Softwarverwaltung schnell nachinstallieren. Die Ubuntu- Paketverwaltung liefert es aus, und fertig. Keine Registrierung, keine Lizenzschlüssel.
  • Ubuntu Live. Über eine Live-DVD oder einen USB-Stick kann Ubuntu vor der Installation getestet werden. Das alles ohne finanzielles Risiko oder Registrierung bei Microsoft. Auf beliebig vielen PCs.
  • Ubuntu Viren? Die Sicherheit vor Viren und Trojanern ist bei Ubuntu erheblich größer. Oder etwas deutlicher ausgedrückt: Windows ist eine Virenschleuder!
  • Ubuntu Programme. Einige Ubuntu-Programme sind besser als Windows-Programme. Zum Beispiel Libre Office, das Texte auch als PDF exportieren kann.
  • Ubuntu auf älteren PCs. Ältere Hardware läuft mit Ubuntu schneller als  mit Windows. Für sehr alte PCs gibt es die Ubuntu-Distribution Lubuntu. Da wird sogar die Kiste von 1999 wieder flott!

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