Das Pareto-Prinzip im Onlinehandel

Pareto-Prinzip

Das Pareto-Prinzip.Bild: Wikipedia Commons gemeinfrei

Das Pareto-Prinzip in einem Satz: Achte auf die Schwergewichte und verzettel Dich nicht. Wie das in der Praxis funktioniert, erfährst Du in diesem Artikel.

Über das Pareto-Prinzip stolperst Du in allen Ratgebern für Zeitmanagement. Ich persönlich bin kein Fan von solchen Sachen, weil das ganze Zeitmanagement auch schon wieder Zeit kostet. 😉 Das Pareto-Prinzip gehört aber zu den Rosinen, die ich mir herauspicke. Es wurde nach dem Ökonomen Vilfredo Pareto (1848-1923) benannt und hat folgende Kernaussage:

80 % des Aufwands schaffen 20 % des Erfolgs – 20 % des Aufwands schaffen 80 % des Erfolgs

Das klingt jetzt erstmal schräg, denn es widerspricht dem Grundsatz „Je mehr Anstrengung, desto größer der Erfolg“, aber in der Praxis findest Du viele Pareto-Beispiele:

  • Eine Eisdiele macht 80 % Umsatz im Sommer, in der übrigen Zeit steht sich das Personal die Beine in den Bauch.
  • Eine Bahnhofskneipe verdient 80 % mit zufriedenen Stammtrinkern, die anderen Gäste verursachen dagegen eine Menge Aufwand.

Das Pareto-Prinzip im Onlinehandel

Auf den Onlinehandel lässt sich das Pareto-Prinzip gut übertragen:

  • 80 % des Umsatzes werden mit 20 % der Produkte erzielt, den Stammprodukten.
  • 80 % werden mit 20 % der Kunden generiert, den Stammkunden.

Praxistipps für Deinen Shop

Schone Deine begrenzten Ressourcen an Zeit, Geld und Nerven! Weil Du nicht hexen kannst, setze Prioritäten!

  • Die Stammprodukte sind Deine A-Produkte. So erzielst Du mit wenig Aufwand Gewinne:
    Optimiere Verpackung und Versand für Deine Stammprodukte, lass zum Beispiel Kartons mit Deinem Logo bedrucken oder verfasse Tutorials auf Deinem Firmenblog zu den Topsellern! Beauftrage einen Fotografen mit Produktbildern für die Stammprodukte!
  • Die Stammkunden sind Deine A-Kunden, und die verdienen Deine ganze Aufmerksamkeit, sprich eine bevorzugte Behandlung. Du erstellst einen Newsletter, bietest einen besonderen Service an oder legst dem Versandpaket kleine Goodies und Flyer ein? Du planst eine Marketingkampagne mit Google AdWords und Facebook-Ads? Dann richte Dich auf die Stammkunden aus!

Schalte die Zeitfresser aus!

Finde heraus, ob Du nicht 80 % Deiner Zeit mit ineffektiven bis überflüssigen Tätigkeiten vergeudest! Ein paar Ansatzpunkte für das Shop-Management:

  • Du verbringst viel Zeit und Arbeit mit Mahnungen? Dann stelle Deine priorisierte Zahlungsart von „Rechnungskauf“ auf „Bankeinzug“ um.
  • Du verbringst zu viel Zeit für die Technik Deines Onlineshops? Dann verwende eine andere Shop-Software oder ein anderes Plugin.
  • Du reibst Dich an einem Problem auf? Niemand kann alles alleine. Suche externe Hilfe und lagere bestimmte Tätigkeiten gegen Bezahlung aus!

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