Kundenbindung im E-Commerce

Ein Schaf
Kundenbindung ist billiger als Neukundenakquise

Neukunden-Akquise ist Knochenarbeit! Effektiver ist es, vorhandene Kunden für einen Anschlusskauf zu begeistern. Mit den richtigen Methoden werden Laufkunden zu Stammkunden.

Über Social Media in Kontakt bleiben

Deine Kunden vergessen dich, wenn sie deinen Namen und dein Logo nicht ständig im Blickfeld haben. Halte Kontakt über Social Media. Zeige Präsenz auf den wichtigsten Social-Media-Netzwerken und gewinne dort Freunde, Fans und Follower. Social-Media-Tipps:

  • Verzettel dich nicht. Eine Präsenz mit 2000 Followern ist wertvoller als 2 Präsenzen mit 1000 Followern.
  • Auf einem Netzwerk „ein bisschen aktiv“ zu sein, ist völliger Schwachsinn. Ohne Reichweite bist du ein Rufer in der Wüste.
  • Passe dich deinen Kunden an. Deine Kunden lieben Instagram? Dann zeige auf Instagram Präsenz.
  • Wähle aber kein Netzwerk aus, dass dir selbst überhaupt keinen Spaß macht.

Firmenblog und Firmenwebsite

Dein Shop läuft auf WordPress? Dann leg doch gleich ein Firmenblog an. Zur Erinnerung: WordPress ist ursprünglich ein Blogsystem, es ist also schon alles vorhanden. Die Inhalte des Firmenblogs:

  • News zu Produkten und Preisaktionen
  • Veranstaltung von Gewinnspielen
  • Bekanntgabe von Events zu deinen Produkten
  • Kleine Tutorials
  • Fragen zu Produkten werden über das Kommentarsystem beantwortet
  • Zeige deine Produkte aus ungewöhnlicher Perspektive. Drehe ein kleines Youtube-Video.

Support über den Firmenblog

Ein Kunde hat Fragen zu einem Produkt? Dann kläre diese Fragen in einem Tutorial auf deinem Firmenblog und schlage zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Kunde ist zufrieden und der Blog gewinnt an Content. Darüber freuen sich andere Kunden und Suchmaschinen. Mit Content rund um deine Produkte gewinnst du mehr Besucher, als mit einem Shop alleine.

Eine Mini-Wikipedia auf der Firmenwebsite

Mit einer gut strukturierten „Mini-Wikipedia“ zu Waren aus deinem Sortiment punktest du bei Google und bietest Bestandskunden einen guten Grund, auch nach einem Kauf wieder auf deinen Shop zu surfen. Marketingmenschen nennen sowas After-Sales: Der Service hört nach dem Kauf nicht auf!

Vertrauen gewinnen

Gewinne Vertrauen für dich und dein Unternehmen: Gewähre deinen Kunden einen Einblick hinter die Kulissen. Präsentiere ein Teamfoto oder ein Bild von einem Mitarbeiter in Aktion. Zeige, wie er am Telefon sitzt oder eine E-Mail beantwortet.

Newslettermarketing

Kaufmann und Kauffrau im E-Commerce
Jetzt neu erschienen: Kaufmann und Kauffrau im E-Commerce. Von Bernd Schmitt.

Besucher abonnieren Newsletter, wenn sie konkrete Vorteile bieten. Mit exklusiven Angeboten und Rabatten für Newsletter-Abonnenten bist du als Händler auf der sicheren Seite. Achtung Abmahnfalle: Denke daran, im Newslettertool Double-Opt zu aktivieren.

  • Erstes Opt-In: Kunde bestellt den Newsletter und erhält E-Mail
  • Zweitens Opt-In: Kunde klickt Bestätigungslink in der E-Mail

Tutorial: Newsletter-Marketing.

PS: Ich empfehle aufgrund der besseren DSGVO-KOmpatibilität ein deutsches Newsletter-Tool wie CleverReach.

Rabatte, Rabatte, Rabatte!

Kunden lieben Rabatte. WooCommere und andere Shopsysteme bieten hier viele Möglichkeiten – vom Rabatt ab einem bestimmten Mindestbestellwert bis zu Coupons (der Code für Coupons lässt sich gut in Newslettern verschicken).

Tipp für den Anfang: Versandkostenfrei ab 20 € Bestellwert. Ein ausgefuchstes Rabattsystem, einschließlich rollenabhängiger Preise, lässt sich mit dem WooCommerce – Plugin Giftable einrichten.

Überraschungen im Versandpaket

Menschen lieben Überraschungen. Lege zu bestimmten Anlässen ein passendes Goodie in das Versandpaket. Hier findet du Informationen zu geeigneten Geschenken. Nebeneffekt: Mit Goodies erhöhst du deine Sympathiewerte und drückst die Retourenquote!

Gezielte Information für Erstkäufer

Einmal ist keinmal. Motiviere Erstkäufer mit gezielten Informationen und Rabatten zu einem weiteren Einkauf. Hat der Kunde ein Produkt gekauft, für das du passende Zusatzprodukte auf Lager hast? Dann lege schon dem ersten Versandpaket einen speziell abgestimmten Flyer bei!

Noch besser sind zwei oder drei unterschiedliche Flyer, die jeweils passend zur Bestellung beigelegt werden. Nutze kostenlose Grafikprogramme wie GIMP und Scribus, wenn du dein Budget schonen möchtest.

Telefonmarketing ist grausam

Noch ein Tipp zum Schluss. Rufe keine Kunden aus Marketinggründen an. Erstens brauchst du dafür eine Zustimmung und zweitens sind die Leute von ungefragten Anrufen ziemlich genervt.