Gute Provider-schlechte Provider

WebspaceDie Auswahl des richtigen Providers erspart eine Menge Ärger. Aber woran erkennt man einen guten Webspace-Anbieter? Ich habe mal eine kleine Liste zusammengestellt: Gute Provider – schlechte Provider. Für WordPress!

Gute Provider

Transparenz bei Hostingpaketen

Schwerpunkte des Angebots: Hostingpakete und Server. Achte darauf, dass beides vorhanden ist, dann kannst du mit dem Wachstum deiner Website oder deines Onlineshops später vom Hostingpaket auf einen Server upgraden.
Zum Webspace braucht es genaue Angaben, zum Beispiel für das PHP Memory Limit. Tipp: Ein Wert von 256M ist gut, besser sind 512M.

Wenige Kunden pro Server

Schlecht für die Performance ist es, wenn du deinen Server mit zu vielen anderen Websites teilen musst. 100 Kunden pro Server sind zu viele. 20 Kunden pro Server sind annehmbar.

PHP 7 vorhanden

Yoast braucht PHP 7

Die PHP-Version sollte aktuell sein, sonst drohen Probleme mit Plugins. Als erster großer Hersteller schneidet der SEO-Soezialist Yoast die alten Zöpfe ab. Yoast benötigt ab Version 4.5 mindestens PHP 7! Der Hersteller empfiehlt, den Providern ordentlich Feuer unter dem Kittel zu machen, damit PHP 7 zur Verfügung gestellt wird. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann andere Plugin-Hersteller nachziehen.

PHP 7 ist Pflicht, auch ganz praktisch sind Auswahlmöglichkeiten unterschiedlicher PHP-Versionen.

SSL-Zertifikat integrierbar

Ein SSL-Zertifikat, absolut notwendig für alle Onlineshops, sollte entweder schon im Hostingpaket integriert oder über den Provider zu bestellen sein. Gleich auf HTTPS installieren erspart die spätere Umstellung von HTTP auf HTTPS. Was kaum zu glauben ist: Auch heute noch (Stand August 2017) gibt es Provider, die Webhosting ohne SSL anbieten, beispielsweise United Domains. Meine Meinung: Der Laden ist gut, um Domains zu erwerben, aber der Webspace ist untauglich für WordPress. Warum dieses harte Urteil? Weil es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis WordPress SSL zur Pflicht macht.

Tutorials zu WordPress

Das liebt der WordPress-Admin: Verständliche FAQs und Tutorials, in denen auch spezielle Fragen zu WordPress beantwortet werden. Außerdem sollte gut dokumentiert sein, wie Domains und Verzeichnisse miteinander verknüpft werden.

Faire Preisangaben

Wünschenswert ist eine klare Kostenstruktur. Es ist ja schön und gut, wenn für die ersten Monate nichts bezahlt werden muss. Aussagekräftiger ist der Preis danach. Man will ja nicht ständig umziehen, sondern WordPress möglichst lange und stressfrei beim vertrauten Provider laufen lassen.

Schlechte Provider

Baukastensysteme

Im Vordergrund stehen Baukastensysteme und „Managed WordPress“, aber keine echten Webspace-Angebote? Für diese Prioritätensetzung gibt es einen Minuspunkt.

Nebenbei: Diese 1-Klick-Installationen von WordPress, Joomla, Typo 3, etc. sind für den Praxiseinsatz ungeeignet. Du kannst sie nur als Spielwiese nutzen!

Mietshops

Ein schlechtes Omen ist es, wenn der Provider aggressiv für einen hauseigenen Miet-Shop wirbt. Hier hast du wenig Aussicht auf einen guten Support für deinen selbst installieren WordPress-Shop.

Spezialisierung auf andere CMS

Der Provider hat sich auf andere Systeme wie Joomla, Drupal oder Typo3 spezialisiert? Zugegeben, damit lassen sich auch prima Sachen machen! Es ist aber von Vorteil, wenn sich Provider und Websitebetreiber auf einer Wellenlänge befinden, und die heißt WordPress. Das merkst du an zwei Stellen:

  • Bei der Server-Konfiguration
  • In der FAQ-Abteilung
  • Im individuellen Support

Providertest

So testest du einen Provider: Sende eine Frage nach Details wie dem PHP Memory Limit oder dem SSL-Zertifikat vor Abschluss eines Vertrages an den Support. Bewerte dann die Reaktion!
Wurden die Detailfragen kompetent antwortet? Oder hat dich der Support schon vor Vertragsabschluss auflaufen lassen? Dann ist Vorsicht geboten, denn erfahrungsgemäß wird der Service nach dem Anmieten von Webspace nicht besser! 😉

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