GEMA und Youtube: Einigung

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Der Paukenschlag des Tages: Youtube und GEMA haben sich geeinigt! Wie die Musik-Verwertungsgesellschaft heute in einer Presseerklärung bekannt gab, wurde ein Lizenzvertrag für urheberrechtlich geschützte Werke vereinbart. Ein siebenjähriger Rechtsstreit geht damit zuende.

Youtube zahlt Tantiemen

Die Youtube-Tochter Google wird nun für jedes aufgerufene Lied einen entsprechenden Beitrag an die GEMA abführen, der in die Musikindustrie fließt, sprich den Komponisten, Songwritern und Musikverlagen zugute kommt. Freuen dürfen sich neben rund 70.000 deutschen GEMA-Mitgliedern auch die Rechteinhaber aus dem Ausland, denn die GEMA hat mit den wichtigsten Verwertungsgesellschaften anderer Länder wechselseitige Verträge abgeschlossen. Über die Höhe der Tantiemen schweigen sich beide Vertragspartner allerdings aus, ursprünglich gefordert waren von der GEMA 0,375 Cent pro Video.

Das Ende der GEMA-Sperren

Adieu, GEMA-Sperre

Adieu, GEMA-Sperre

Eine gute Nachricht ist die Einigung in jedem Fall für die Youtube-User, denn die GEMA-Sperren (Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar) gehören damit der Vergangenheit an … und auch das Suchen nach einem Proxy. 😉

Lizenzierung weiterhin unklar

Wie die GEMA bemängelt, besteht weiterhin ein Dissens über die Verantwortlichkeit für die Lizenzierung. YouTube würde gerne die Uploader in die Pflicht nehmen, die GEMA pocht auf die Zuständigkeit der Plattform. Meine persönliche Meinung: Vertreten lassen sich beide Standpunkte, denn an der Werbung vor den Clips verdienen ja auch beide – die Kanalbetreiber und Youtube selbst.

YouTube Red in den Startlöchern

Der Youtube-GEMA-Deal umfasst auch den Subscriprion-Service YouTube Red, der in den USA bereits gestartet ist. Dieses werbefreie Youtube finanziert sich über die Beiträge der Hörer. Es bleibt also spannend auf dem Musikmarkt. YouTube bzw. Google ist aus der Schmuddelecke heraus und wird sich eine große Scheibe abschneiden. Herausgefordert sind nun Konkurrenten wie Soundcloud, die Internetradios und die großen Streaming-Anbieter!

Kommentar: Preise auf den Tisch bitte

Im Sinne eines transparenten Marktes sollten die Preise auf den Tisch kommen! Der kleine GEMA-Nutzer, sprich der Wirt oder Clubbetreiber, handelt seine Tarife mit der Verwertungsgesellschaft ja auch nicht auf dem Fischmarkt aus. Also bitte, YouTube und GEMA, nennt mal Zahlen!

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