Überblick: Facebook-Alternativen

Facebook Alternativen

Facebook Alternativen: Welches Netzwerk wächst nach? Bild: Onlineshop DIY

Facebook hat alle anderen aufgefressen! VZ-Netzwerke? Schnee von gestern. Wer kennt wen? Kennt keine Sau mehr. Mister Wong? Mister wer? Heute verzichtet keine Strandbar und kein Frisiersalon auf eine Facebook-Präsenz. Doch nichts ändert sich so schnell, wie das Internet. Wer die Nase vorne haben möchte, muss das Gras wachsen hören! Wer wird Facebook Anteile abjagen?

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Twitter vs Facebook

Twitter

Schätzungsweise zwei bis drei Millionen deutsche User finden sich regelmäßig auf Twitter ein, dem großen Rivalen von Facebook.  Trotz Konkurrenz von Snapchat ist Twitter immer noch hip, und außerdem gilt es als meinungsbildend. Nachrichtensender, Zeitungen und Onlinemedien berufen sich gerne auf Twitter-Trends, und sie zitieren auch einzelne Tweets, von Donald Trump zum Beispiel, 😉

Aktuelle Ereignisse aus Politik, Gesellschaft und Sport werden sehr schnell mit Hashtags versehen und in die Timeline gespült, weshalb in Presse und Fernsehen gerne das Wort Kurznachrichtendienst verwendet wird. Was Twitter aber genau ist, weiß niemand. Die Twitterer selbst würden sich aber nur schwerlich als Journalisten bezeichnen, denn der überwiegende Teil des Content ist persönlicher Natur.

Der Reiz von Twitter besteht darin, dass neben tagesaktuellen und politischen Themen auch Skurriles seinen Platz hat. Kurz gesagt: Twitter ist ein Improvisationstheater. Der Schwerpunkt liegt dabei auf kurzen Texten. Das von Twitter gesetzte Limit liegt bei 140 Zeichen. Eine Alternative zu Facebook ist Twitter nicht, dafür ticken die beiden Netzwerke zu verschieden.

Google Plus vs Facebook

Mit über 500 Millionen Usern nimmt Google Plus den zweiten Platz unter den Netzwerken ein. Im Vergleich zu Facebook ist das Publikum mehr technisch interessiert, die Anzahl der Katzen- und Urlaubsbilder geht gegen Null.
Webmaster sind aus zwei Gründen auf G+ vertreten:

  • Punkte für die Suchmaschine sammeln. Eine Seite auf G+ kann für die SEO nicht schaden.
  • Weil Google diverse Dienste mit G+ verzahnt hat, drängt sich eine Präsenz bei diesem Netzwerk auf, zum Beispiel via Youtube, Google Analytics oder Google Search Console. Wenn der Admin einmal unbedarft klickt, ist er gleich Mitglied der Google-Plus-Community. Was böse Zungen behaupten: Viele besitzen eine Seite auf Google Plus, ohne davon zu wissen.

Das Problem: Viele Präsenzen auf G+ werden inhaltlich nicht aktiv gepflegt. Keine Alternative zu Facebook.

Xing / LinkedIn vs Facebook

LinkedIn

Das Business-Netzwerk LinkedIn

Xing und LinkedIn ticken sehr ähnlich. Beides sind Business-Netzwerke, Xing für deutschsprachige, LinkedIn für internationale Kontakte. Hier finden Firmen Personal und Onlinehändler Lieferanten. Wer fehlt? Otto Normalverbraucher und Lieschen Müller, die ganz normalen Kunden. Fazit: Die B2B-Netzwerke sind keine Alternativen zu Facebook, sondern eine Ergänzung.

MySpace vs Facebook

Tiefer Fall: Vor der Facebook-Ära war die Band-Plattform MySpace das größte soziale Netzwerk. Dann trat MySpace aus der Musik-Nische öffnete sich für alle Themen – und verlor das Rennen gegen Facebook und den Markenkern. Heute präsentiert sich MySpace wieder back to the roots, als Plattform für Bands und Fans. Allerdings ist Soundcloud wesentlich erfolgreicher. Eine Alternative zu Facebook sind die Musiknetzwerke beide nicht. Soundcloud ist eine Ergänzung zu Facebook. Und myspace, so schreibt sich der Name heute, ein Social-Network-Zombie.

Pinterest vs Facebook

Pinterest

Pinterest

Pinterest, das „Next Big Thing“ der Social Media Netzwerke, agiert in einer rechtlichen Grauzone. Die User posten hübsche Bilder, die sie im Internet entdeckt haben, ohne sich über das Copyright Gedanken zu machen. Noch ist die Abmahnwelle für Pinterest ausgeblieben, aber wenn sie kommt, dann dicke. Wer als Onlinehändler bei Pinterest mitmischen will, sollte über gutes Material verfügen. Die beiden Kriterien:

  • Optisch ansprechende Bilder
  • Rechlich sichere Bilder, ohne Verstöße gegen Urheber- Marken oder Persönlichkeitsrecht!

Achtung: Wer auf eine Bild klickt, wird auf eine Bildquelle weitergeleitet. Ohne einen eigenen Blog, auf den die Besucher gelenkt werden, macht Pinterest also wenig Sinn. Das Bildernetzwerk Pinterest kann Facebook ergänzen, aber nicht ersetzen.

Diaspora vs Facebook

Diaspora ging 2012 als Anti-Facebook an den Start. Die dezentrale Software kann von jedermann gehostet werden. Die Diaspora-Community nennt einen solchen Host „Pod“. Über verfügbare Pods gibt die Seite podupti.me Auskunft. Diaspora wurde schon öfters als Geisterstadt bezeichnet, doch mit den Facebook-Skandalen um den Datenschutz gewinnt das Netzwerk an Usern. Ich empfehle hier zwei Diaspora-Pods und nenne noch einen:

  • Geraspora – Größter deutscher Diaspora-Pod, hier hat zum Beispiel die taz ein Profil.
  • Subsignal – Szeniger Diaspora-Pod, besonders für Audiofreaks rund um Leipzig empfehlenswert.
  • Punkbeer – Chaostage-Organisation?

Diaspora hält Marktanteile, weil es Facebook nie klonen wollte. Noch ist es ein Szene-Netzwerk, aber vielleicht entdeckt irgendwann ein großes Unternehmen das Potenzial.

Friendica vs Facebook

Ähnlich dezentral wie Diaspora arbeitet Friendica. Auch hier kann man wie bei den Diaspora-Pods aus verschiedenen Servern wählen. Manche Sachen sind bei Friendica noch nicht ganz ausgereift, dafür ist der eigene Account leicht mit Facebook, Twitter und Google zu verbinden.

Fazit

Das größte Potenzial haben die dezentralen Netzwerke, und hier vor allem Diaspora. Mit jeder Änderung der AGB kehren ‚hochwertige‘ User Facebook den Rücken. Diaspora verfügt über eine hohe Credibility! Ich wette darauf, dass in einigen Unternehmen schon Pläne für den Betrieb firmennaher Diaspora-Pods geschmiedet werden. Ist Diaspora eine Alternative zu Facebook? Ja, als User, aber auch als Podbetreiber. Voraussetzung für den eigenen Pod: Knowhow zu Servern und Minimalkenntnisse zur Programmiersprache Ruby.

 

 

2 Gedanken zu „Überblick: Facebook-Alternativen

  1. FB hat von Apple gelernt, wie man sich lästiger Konkurrenz entledigt. Einfach aufkaufen, siehe Whatsapp und Instagram.. Die user kriegen dann neue AGB, was aber die wenigste kratzt, und schwupps werden die Daten dann zu FB weitergereicht.

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