Welches CMS ist für einen Onlineshop am besten?

Onlineshops mit WordPress

Onlineshops mit WordPress

Vor diesen Aufgaben steht jede Betreiberin und jeder Betreiber eines Onlineshops:

  • Shop installieren und konfigurieren
  • Bei Google gefunden werden

Um bei Google gefunden zu werden, benötigt man mehr als Produktbeschreibungen und Bilder. Ein CMS bietet mehr Möglichkeiten als ein reines Shopsystem, um Content zu platzieren. Aber welches ist am besten? Im Vorteil ist, wer ein CMS mit hohen Userzahlen verwendet, die Kunden vertrauen einem System, das sie kennen.

WordPress vs Joomla vs Drupal

WordPress, Joomla und Drupal sind Systeme mit hoher Reichweite. Weitere gemeinsame Kennzeichen:

  • Alle drei Systeme sind kostenlos
  • Alle drei Systeme basieren auf PHP und mySQL (oder MariaDB)
  • Mit allen drei Systemem kannst du einen Shop aufsetzen

Aber welches CMS ist für den Aufbau eines Onlinshops nach deutschem Recht am besten?

WordPress

WooCommerce

WooCommerce – Shopsystem für WordPress

Vor zehn Jahren war WordPress noch ein Blogsystem, heute wird es für Blogs, Portfolioseiten und Onlineshops verwendet – und auch für Kombinationen. Dank der hohen Verbreitung ist WordPress heute Standard für Websites aller Art. Die Installation und Administration ist einfach, und die Kunden finden sich schnell in einem WordPress-Shop zurecht. Ob Kommentar- oder Shopfunktion, bei WordPress weiß der User, wie es funktioniert.

WordPress-Shopsysteme

Für die Einrichtung eines Onlineshops auf der Basis von WordPress stehen zwei Systeme zur Auswahl: WooCommerce und wpShopGermany. WooCommerce ist kostenlos, wpShopGermany kostengünstig.

Joomla

Joomla ESHOP

ESHOP – Shopsystem für Joomla

Joomla ist wie WordPress relativ einfach zu installieren und zu administrieren, aber kein Blogsystem sondern ein klassisches CMS. Joomla-Support findest du auf der Community-Seite www.joomla.de, Joomla-Templates bei www.joomlaos.de.

Joomla-Shopsysteme

Die bekannteste Shop-Extension für Joomla nennt sich ESHOP. Allerdings handelt es sich um ein englischsprachiges System handelt. Nun gelten für den deutschen Markt aber sehr strenge wettbewerbsrechtliche Regeln – von der Preisangabenverordnung über die Pflichtangaben beim Versand bis zum Widerrufsrecht. Ich will ESHOP nicht schlecht machen, aber ohne eine deutsche Erweiterung riskierst du als Onlinehändler schnell eine Abmahnung.

Drupal

Drupalcommerce

Drupalcommerce – Shopsystem für Drupal

Drupal verlangt schon einiges an Wissen über Datenbanken, Linux und Webserver, vor allem beim Update. Die Beherrschung einer Programmiersprache oder Erfahrungen in der Server-Administration sind für den Betrieb eines Drupal-Shops schon fast Voraussetzung.

Drupal-Shopsysteme

Das bekannteste Shopsystem für Drupal nennt sich Drupalcommerce. Auch hier gilt wie bei Joomla: Notwendig ist eine Eindeutschung des Shopsystems.

Kritik an Drupal

Drupal verändert sich mit den Major-Releases sehr stark. Mit dem Wechsel von Drupal 7 auf 8 wurden einige Zöpfe abgeschnitten. Viele der standardmäßig eingesetzten Module wanderten in den Drupalkern, zum Beispiel Panels, Views, Inline Editing und Mobile First. Aus diesem Grund funktionieren nicht alle Module von Drupal 7 in Drupal 8. Im schlimmsten Falle können einzelne Komponenten eines Drupal-CMS nicht mehr aufrecht erhalten werden – und ein Neuanfang ist nötig. Das ist kein Problem, wenn eine Website nur 10 Unterseiten hatte. Bei einem größeren Projekt sieht die Sache ganz anders aus. Meine persönliche Einschätzung: Drupal hat auch seine Vorteile, aber wenn du in sehr langen Zeiträumen denkst, bist du mit WordPress auf der sicheren Seite. Bei Drupal erwarten dich alle fünf Jahre große Einschnitte.

WordPress ist Sieger

Im Vergleich mit Joomla und Drupal schneidet WordPress am besten ab: Beim Handling, der Rechtssicherheit und der Möglichkeit der Erweiterung mit zusätzlichen Plugins, zum Beispiel für Rabattaktionen und Zahlungsarten. Außerdem verfügt WordPress über eine gut organisierte Community. Melde dich einfach für ein Meetup oder WordCamp an, um mehr zu erfahren! 😉

Welches WordPress-Wissen ist Voraussetzung?

Zur Installation, Update und Datensicherung sind einige Kenntnisse nötig. Das kommt auf dich zu:

  • Erstellung einer MySql-Datenbank und die Administration von phypmyadmin. Hört sich kompliziert an, funktionioniert aber über das Kundencenter deines Providers. Du musst dafür nicht programmieren können.
  • Umgang mit FTP-Clients wie FireFTP oder Filezilla, um WordPress auf den Server hochzuladen.
  • Installation von WordPress
  • Auswahl eines WordPress-Themes
  • Installation des Shop-Plugins – entweder WooCommerce oder wpShopGermany
  • Bei WooCommerce noch die Eindeutschung via WooCommerce Germanized oder WooCommerse German Market
  • Auswahl der Zahlungsarten
  • Einstellen der Produkte

Falls du dein Theme anpassen willst, können auch Kenntnisse in HTML, CSS und PHP nicht schaden. Du musst aber nicht alles auf einmal lernen 😉 . Alle Basics zur Shopgründung findest du in meinem Buch Onlineshops mit WordPress.

2 Gedanken zu „Welches CMS ist für einen Onlineshop am besten?

  1. Die Frage ist IMHO nicht welches CMS sondern ob überhaupt ein CMS nötig. Mit Shopify (sehr userfrundlich) komm ich schneller ans Ziel als mit fettem CMS im Gepäck. auf jeden Fall ohne Linux-Kommandozeile ich will nämlich gar nicht wissen was das ist…

    • Hallo Rainer,
      „das“ Shopsystem gibt es wohl nicht. Es kommt immer darauf an, auf welcher Basis der Onlineshop aufgesetzt werden soll. Für neue Projekte ohne Bekanntheitsgrad ist es EIN Ansatz, den Shop aus einer Online-Community zu entwickeln, also zuerst einen Blog mit täglich 100 Besuchern aufzubauen, um dann mit einen Shop zu erweitern.
      Für genau diesen Ansatz ist WordPress oder ein anderes CMS besser geeignet als ein reines Shopsystem. Zu den CMS: Für WordPress muss niemand Linux lernen, im Unterschied zu Drupal oder Typo3.
      LG Bernd

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