Checkliste Onlineshop gründen

Was ist wichtig, um einen eigenen Onlineshop zu gründen, also keinen eBay-, Amazon- oder Mietshop? Du musst kein Webdesigner oder Programmierer sein, aber an diesen Basics kommst du nicht vorbei:

Leiser Computer und stabile Internetverbindung

Du wirst täglich drei bis vier Stunden am Computer sitzen. 😉 Mit einem lauten Lüfter und instabiler DSL-Verbindung macht das keinen Spaß. Achte beim Kauf von PC oder Laptop auch auf die Geräuschwerte, die typischen Aldi-PCs können ziemlichen Krach verursachen. Ob du auf einem Windows- oder Mac-System arbeitest, spielt keine große Rolle.  Da die meisten Webserver auf der Basis von Linux laufen, kann es nicht schaden, wenn du dich parallel auch in Ubuntu einarbeitest, wofür ältere Hardware genügt.

Der ideale Ubuntu-PC ist ein Standard-PC ohne Schnickschnack. Kein Laptop mit Hibernatemodus, keine Super-Grafikkarte, keine außergewöhnliche Soundkarte! Wer Glück hat, findet noch ein Modell, auf dem Windows 7 vorinstalliert war! Hardware, die mit dem Logo von Windows 8 oder Windows 10 versehen ist, entspricht nämlich speziellen Vorgaben von Microsoft. Auf dem Mainboard ist dann ein Chip speziell für Secure Boot installiert, der die Installation anderer Betriebssystem erschwert, also auch von Ubuntu. Wer lieber neue Hardware für Ubuntu nutzen will: Zu kaufen gibt es Ubuntu-Syteme zum Beispiel bei Rockiger, im Linux-Onlineshop oder im Linux Mint Store auf linuxmint.com.

Eigene Website betreiben

Bevor Du einen Shop aufsetzt, solltest du Erfahrungen mit einer eigenen Website gesammelt haben, im Idealfall mit WordPress. Ist das Neuland? Dann starte mit einem Account bei WordPress.com, eine Hobbyseite hast du dort in 10 Minuten eingerichtet. Probiere das Erstellen von Beiträgen, Seiten und Menüs ein paar Tage aus. Dann lässt du die Site bei wordpress.com wieder einschlafen und bestellst dir bei einem Provider (Hoster) eine eigene Domain und eigenen Webspace.

Hosting-Paket mieten und bedienen

Ein Hosting-Paket erhältst du bei einem Provider, also z. B. bei Strato, 1&1, All-Inkl, Alfahosting, Mittwald, goneo, Sysprovide … um mal einige ohne Wertung zu nennen. Dort mietest du ein Paket aus Webspace und Domain. Dabei musst du aufpassen, denn die meisten Provider wollen dir vorgefertigte Baukästen andrehen, oder eine „Managed WordPress“.

Mit Vertragsabschluss erhältst du dann eine Kundennummer und einen Zugang zum Kundencenter, dem Backend das Providers.

Für die Installation von WordPress, das Programm lädst Du bei wordpress.org herunter, solltest du einen FTP-Client verwenden.

Dateien mit FTP hoch- und runterladen

Die 1-Klick-Installationen der Provider sind Spielerei, für einen Shop brauchst du eine eigene Installation. Zum Hochladen der WordPress-Dateien kannst du zwar auch das FTP-Programm deines Providers verwenden, aber die meisten Shopbetreiber verwenden irgendwann einen eigenen FTP-Client. Kostenlos sind FileZilla und FireFTP. Tipp: Installiere die Firefox-Erweiterung FireFTP, sie ist einfacher zu bedienen.

HTML, CSS und PHP verstehen

Ein Webdesigner oder Programmierer muss auf Kundenwunsch arbeiten, und deshalb diese Sprachen komplett beherrschen. Du als Shopbetreiber hast es einfacher. Es genügt, die Funktionsweise zu verstehen und kleinere Anpassungen vorzunehmen. Grundwissen zu HTML, CSS und PHP eignest du dir während der Arbeit mit WordPress an, am besten über ein kleines Probeprojekt.

In der Nische wachsen

Um etwas verkaufen zu können, musst Du vor allem am Anfang ein klares Profil haben. Definiere Deine Zielgruppe möglichst eng! Beispiel: Mit einem Shop für Sportbekleidung aller Art wirst du scheitern, denn die Zielgruppe ist viel zu ungenau. Beschränke dich auf lieber eine Sportart und wenige Artikel. Wenn das Geschäft läuft, erweiterst du dein Sortiment in kleinen Schritten.

Kaufmännisches Grundwissen aneignen

Du musst zwar nicht BWL studiert oder Steuerberater gelernt haben, aber ganz ohne kaufmännisches Grundwissen geht es natürlich nicht. Lies dir zum Einstieg diese beiden Artikel durch:

Spaß bei der Sache haben

Kundenkontakte finden hauptsächlich via E-Mail und Telefon statt, aber nicht nur. Ich habe mal für einen Katzenfutter-Shop gearbeitet 😉 Erinnere mich gerne an eine „so schnell wie möglich“-Bestellung in ein Hotel, die ich nicht verschickt, sondern persönlich ausgeliefert habe. Mit U-Bahn und Fahrrad war ich in 17 Minuten bei der Rezeption. Der Portier hat gleich die Kundin gleich angerufen…. das Gesicht der Dame hättet Ihr sehen sollen, Fazit: Hab Spaß bei der Sache! Die Kundschaft merkt das und bestellt gerne mal wieder in deinem Shop.

Die Onlineshop-Basics nochmal als Checkliste:

  • Leiser PC und stabile Internetverbindung vorhanden ✅
  • Erfahrungen mit eigener Website gesammelt ✅
  • Dateien mit FTP hoch- und runterladen funktioniert ✅
  • Prinzip von HTML, CSS und PHP verstanden ✅
  • Kaufmännisches Grundwissen aneignen ✅
  • Spaß bei der Sache ✅

Kleiner Tipp für Startups: Mit einem Trello-Board behältst du die Übersicht.

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